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Mangan.
Das Mangan besitzt grosse Verwandtschaft zum Sauerstoffund seine Oberfläche wird an feuchter Luft bald trübe, indemes sich mit einem tief braunen Kost überzieht. Es zersetzt dasWasser bei gewöhnlicher Temperatur langsam unter Entwickelungvon Wasserstoff'. Beim Anhauchen entbindet ein Stuck Manganden unangenehmen Geruch, welchen alle kohlenstoffhaltigen Me-talle beim Auflosen in verdünnten Säuren ausgeben. Bei 100°wird das Wasser rasch vom Mangan zersetzt. Um es aufzube-wahren, muss man es vor der Berührung mit der Luft schützen,und man hebt es daher entweder wie das Kalium unter Steinölauf; oder besser, man bringt es in Glasrohren. die man hieraufvor der Lampe hermetisch verschliesst.
Verbindungen des Mangans mit Sauerstoff.
478. Man kennt fünf Verbindungen des Mangans mit Sauer-stoff; die erste, das Manganoxydul, Mn O, ist eine starkeBasis; die zweite, das Manganoxyd, MnjO a , besitzt auch nochbasische Eigenschaften; die dritte, das Manganhyperoxyd,Mn0 2 , ist weder saurer noch basischer Natur; die vierte, dieMangansäure, Mn0 3 , und die fünfte, die Uebermangan-säure, Mn 2 O r , sind wohlcharakterisirte Säuren.
Manganoxydul: Mn O.
479. Man stellt das Manganoxydul durch Reduction derhöheren Oxydationsstufen mit Wasserstoff, oder durch Glühenvon kohlensaurem Manganoxydul bei abgehaltener Luft dar. DasManganoxydul hinterbleibt hierbei als hellgrünes Pulver, welches,wenn es vorher nicht sehr stark geglüht war, an der Luft sichleicht höher oxydirt. Das durch stärkere Hitze dichter gewor-dene Oxydul ist an der Luft weniger leicht veränderlich.
Das Manganoxydul ist eine starke Basis; aus der Lösungdesselben in Säuren scheidet Kali einen weissen Niederschlag,Manganoxydulhydrat, ab, das an der Luft sehr schnell Sauerstoffaufnimmt und sich in braunes Manganoxydoxydul verwandelt.
Manganoxyd: Mn. 2 Oj.
480. Das Manganoxyd kommt in der Natur wasserfrei, in