Druckschrift 
1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
Entstehung
Seite
49
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Darstell u n e.

49

verbunden hat; die hierdurch entstandene Phosphorsäure wirdvom Wasser aufgelöst, und nachdem die Verbrennung aufgehörthat und das Gas erkaltet ist, sieht man, dass das Volum dessel-ben bedeutend abgenommen hat, und etwa nur noch % vondrm ursprünglichen Raum einnimmt.

Braucht man nur wenig Stickstoffgas, so kaun man der Luftden Sauerstoff auch bei gewöhnlicher Temperatur entziehen; esgenügt hierzu, eine Phosphorstange in einer mit Wasser abgesperr-ten Glocke 24 Stunden lang mit der Luft in Berührung zu lassen.

55. Auch das rothglühende metallische Kupier entzieht derLuft sehr vollständig den Sauerstoff. So erhält man leicht einenStrom reiuen Stickstoffgases, wenn man ein mit Luft gefülltesGasometer mit einer schwer schmelzbaren Glasröhre ef (Fig. 27)

verbindet, die mit den beim Drehen kupferner Gegenstände ab-fallenden Kupferspänen angefüllt ist. Das eine Ende der Rohree stellt mit dem Gasometer in Verbindung, an dem anderen isteine Gasleitungsröhre angebracht. Da die atmosphärische Luftimmer kleine Mengen von Kohlensäure enthält und ausserdemin dem Gasometer mit Wasserdampf gesättigt ist, so muss mansie, wenn man vollkommen reinen Stickstoff darstellen will, bevorsie in die mit Kupferdrehspänen gefüllte Röhre eintritt, durchzweiU-tormig gebogene Röhren leiten, deren erste T mit Kali-lauge getränkten Bimsstein, die zweite V aber mit eoncentnrterSchwefelsäure getränkten Bimsstein enthält. Die Kalilauge hältdie Kohlensäure, die Schwefelsäure den Wasserdampf zui iick.Das Glasrohr mit dem Kupfer liegt auf einem langen Ofen vonEisenblech und wird darauf rothgluhend gemacht. Man umwickeltRegnault-Strecker's Chemie. 4