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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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S tick stot'f.

gas gelullte Proberöhre ein Stückehin Platinschwamm, so ex-plodirt es augenblicklich. Leitet man auf Platinschwamm, dersich mit Luft in Berührung befindet, einen Strahl von Wasser-stoffgas, so wird das Platin glühend und das Gas entzündet siehsogleich. Man hat von dieser Eigenschaft bei den Döberei-ner'schen Zündmasehinen eine Anwendung gemacht.

Stickstoff*).

A e c [ u i v a 1 e u t: N = 14.

54. Die atmosphärische Luft unterhält, wie erwähnt wurde,das Verbrennen der Körper nur in Folge ihres Gehalts an Sauer-stoff. Wenn der Sauerstoff der Luft durch den verbrennliehenKorper verzehrt ist, bleibt ein Gas zurück, in welchem brennende

Körper

Dieses Gas ist der Stickstoff.Die Darstellung desselben ist dahersehr einlach; man liisst einen gros-sen Korkpfropfen auf Wasser in ei-ner Wanne schwimmen, und stelltein kleines Porcellanschälchen dar-auf, in welches man ein StückchenPhosphor bringt, das man anzündet.Man deckt sogleich über das Schäl-ehen eine grosse Glasglocke (Fig. 20),die man etwa einen Zoll unter Was-ser taucht, so dass eine gewisseMenge von Luft abgesperrt ist.Der Phosphor fährt fort zubrennen,bis aller Sauerstoff sich mit ihm

durch Glühen gewisser Platinverbindungen, nairentlieh des Platin-salmiaks, erhalten wird.*) Rutherford entdeckte 177'-'. class die atmosphärische Luft einenBestandtheiJ enthält, welcher weder das Athmen, auch das Ver-brennen unterhalten kann. Chaptal nannte diesen StoffspaterXi trogen ium, weil er mit Sauerstoff verbunden eine Säure. Sal-petersäure genannt, bildet, die in dem Salpeter. Kitrum, mit Kalivereinigt ist. Lavoisier bezeichnete diesen Stoff durch Azote(aus « privativum, und Cwnxuc, das Leben erhaltend, gebildet),wovon der deutsche Name Stickstoff abgeleitet wurde.