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Stickstoff.
die Röhre, damit sie sich nicht biege, mit einem dünnen Mes-singblech.
5G. Man bereitet den Stickstoff in den Laboratorien h'äinVauch nach einem anderen Verfahren, welches ihn ebenso reinliefert; man zersetzt nämlich das Ammoniak durch Chlor. DasAmmoniak ist eine Verbindung von Wasserstoff mit Stickstoff;ein Theil des Ammoniaks wird durch das Chlor zersetzt; dasChlor vereinigt sich mit dem Wasserstoff zu Chlorwasserstoffsäure,nnd der Stickstoff wird frei. Die entstandene Chlorwasserstoffsäuretritt mit einem anderen Theil des Ammoniaks in Verbindung undbildet chlorwasserstoffsaures Ammoniak, welches im Wasser ge-löst bleibt.
Der Kolben (Fig. 28) enthält ein Gemenge von Mangan-hyperoxyd und Chlorwasserstoffsäure, woraus sich Chlorgas ent-
Fig. 28.
wickelt, welches in eine mit wässerigem Ammoniak zur Hälfteangefüllte Flasche geleitet wird; das Chlorgas verliert darin so-gleich seine gelbe Farbe, und in der Flüssigkeit bildet sich eineMenge kleiner Gasblasen von Stickstoff, welche man aufsammelt,sobald die atmosphärische Luft vollständig aus dem Apparat ver-drängt ist.
Dieser Versuch ist ganz gefahrlos, so lange die ammoniaka-lische Flüssigkeit noch überschüssiges Ammoniak enthält; fährtman aber mit dem Einleiten von Chlor fort, nachdem alles Am-moniak in chlorwasserstoffsaures Ammoniak verwandelt ist, sofindet eine andere Zersetzung statt, in Folge deren sich eine äusserst