Auffangen desselben. 47
wie z. B. geschmolzenes Chlorcalcium, und lässt es damit einigeStunden lang in Berührung. In anderen Fallen trocknet mandie Gase, bevor man sie in der Glocke auffängt; man lässt siezu diesem Zwecke durch eine mit Stücken von Chlorcalcium ge-füllte Röhre E, Fig. 24, streichen.
Fig. 24. Auch mit-
telst conccn-trirter Schwe-felsaure las-sen sich Gaseleicht voll-kommentrocknen; dieconcentrirteSchwefel-säure nimmtdie Feuchtig-keit begierigauf, und ent-wickelt bei der gewöhnlichen Temperatur keine Dämpfe. Dieeinfachste Weise, die Schwefelsäure zum Austrocknen anzuwen-den, besteht darin, dass man damit Bimsstein tränkt, und diesenin eine, in Form eines U gebogene Röhre (Fig. 25) bringt. DerBimsstein muss vorher zubereitetwerden, weil er häufig Chlormetalleenthält, aus welchen die Schwefel-säure Chlorwasserstoffsäure austrei-ben würde, wodurch die Gase ver-unreinigt werden könnten. Man be-leuchtet daher den Bimsstein zuerstmit Schwefelsäure und glüht ihndann in einem irdenen Tiegel aus,wobei alle vorhandenen Chlormetallezersetzt und in schwefelsaure Salzeverwandelt werden.53. Das Knallgas, oder eine Mischung von Wasserstoffgasmit Luft entzündet sich nicht nur durch die Berührung mit einembrennenden Hölzchen, oder durch den elektrischen Funken, son-dern auch in der Kälte schon bei Gegenwart gewisser Körper,namentlich von Platinschwamm *). Wirlt man in eine mit Knall-
Fig. 25.
*) Platinschwamm nennt mau das poröse schwammige Platin, welches