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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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Einleitung. 7

d. h. die Verhältnisse der Temperatur und des Drucks, unterwelchen der Körper den festen, flüssigen oder gasförmigenZustand annimmt.

2. Seine Farbe in diesen verschiedenen Zuständen.

3. Die Art seines Glanzes, in so weit dieser durch Vergleichungsich angeben lässt. So sagt man z. B. metallglänzend,glas%länzend, harzglänzend.

4 Die grössere oder geringere Härte des Körpers, wenn derselbelest ist, oder seine mehr oder weniger vollkommen flüssigeBeschaffenheit, im tropfbar flussigen Zustande.5. Sein specifisches Gewicht oder seine Dichtigkeit, d. h. dasGewicht der Raumeinheit des Körpers, verglichen mit demGewicht der Raumeinheit von Wasser, für flüssige und festeKörper; oder verglichen mit dem Gewicht der Raumeinheitvon atmosphärischer Luft für Gase.G. Die regelmässigen oder Krystallformen der Stoffe.7. Das Aussehen eines frischen Bruches an festen Körpern. Sounterscheidet man glasartigen, krystallinischen,blättrigen oder körnigen Bruch u. s. w.Man giebt ausserdem noch den Eindruck an, welchen derStoff auf die Geschmacks-, Geruchs- und Gefühlsorgane macht;man vergleicht den Geschmack und den Geruch verschiedenerStoffe untereinander; man sagt, dass ein Körper sich rauh oderfettig anfühlt u. s. w.

Unter den physikalischen Eigenschaften, welche angegebenwurden, sind einige einer genaueren Bestimmung durch Zahlenfähig, und diese Eigenschaften haben für die Beschreibung derKörper den grössten Werth. Es gehört hierher namentlich dasspecifische Gewicht und der Temperaturgrad, in welchem eineienderung des Aggregatzustandes eintritt. Die genaue Bestim-mung der Krystallform giebt ebenfalls eines der wichtigsten Kenn-zeichen für die Stoffe ab; das Studium der Krystallform spieltausserdem auch bei der Ordnung der Stoffe in Gruppen und beineuen chemischen Theorien eine Hauptrolle.

9. Von den Krystallformen. Betrachtet man die ver-schiedenen in der Natur vorkommenden festen Körper nur ober-flächlich, so wird man leicht zu dem Glauben verleitet, dass ihreäussere Form keine Regelmässigkeiten darbiete, und dass sie un-endlich wechseln könne. Wenn man aber diese Körper genaueruntersucht, so findet man. dass die Mehrzahl derselben untergewissen Umständen die Fähigkeit besitzt, regelmässige Formenanzunehmen, und zwar in der Art, dass die Krystallformen ver-