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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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1842
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1842

Boragineen-, Kompositen-, Pukateaalkaloide.

0,0017 Proz. der frischen Pflanze enthalten. Das Hydrochlorid desselben istkristallinisch und geht mit Quecksilberchlorid und Platinchlorid kristallinischeDoppelverbindungen ein, die zur Reindarstellung der Base dienen können.Das Platindoppelsalz des Cynoglossins enthalt Pt: 32,6; C: 18,6; H: 4,3 Proz.Die Wirkung des Cynoglossins ist eine curareartige, indem es die peripherenNervenendigungen lähmt.

Symphytum officin. enthält ein Alkaloid, das Symphyto ■ Cynoglossin(0,0021 Proz. der frischen Pflanze), das in seinem chemischen Verhalten keineVerschiedenheiten vom (Jynoglossin zeigt, aber eine andere Wirkung besitzt,indem es das Zentralnervensystem lähmt. Außer jenen Alkaloiden enthaltendiese Boragineen noch Cholin (s. S. 771), sowie ein Glycosid, das Consoli-din, und zwar Cynoglossum officin. 0,000 54 Proz., Anchu.sa officin, 0,000 94 Proz.,Echium vulg. 0,0011 Proz., Symphytum officin. 0,001 71 Proz. der frischen Pflanze.Durch Einwirkung von verdünnten Säuren zerfällt es in Traubenzucker unddas alkaloidartige Consolicin. Das Consolidin lähmt das Zentralnerven-system. Das Consolicin findet sich auch präformiert in obigen Boragineen(K. Greimer).

Kompositennlkaloide. M. Greshoff konnte in 50 Kompositenarten,z. B. Calendula, Carduus, Carlina, Centaurea, Conyza, Crepii, Erigeron, Seli-anthus, Hieraceum, Picris, Scorzonera, und zwar meist in den Samen derselben,die Gegenwart von Alkaloiden nachweisen.

Diiucin: C U H 1B N 2 , findet sich neben Pyrrolidin (s. S. 1513) in denMohrrübenblättern und kann daraus durch Destillation mit Wasserdämpfen,nach Zusatz von Sodalösung, gewonnen werden. Farblose, bei 240 bis 250"siedende, ölige Flüssigkeit, welche in dem Geruch an Nicotin erinnert, leichtlöslich in Wasser, Alkohol und Äther (Pictet, Court).

Echinopsin: ^'IfNO, kommt in den Früchten von Echinops Ritro ineiner Menge von etwa 0,5 Proz. vor. Dasselbe bildet rhombische, bei 152°schmelzende Kristalle, die wenig löslich in Äther, leicht löslich in heißemBenzol und heißem Wasser sind. Eigencblorid färbt die wässerige Lösungblutrot. Das Echinopsin, welches in seiner Wirkung einem Gemisch vonStrychnin und Brucin ähnelt, liefert kristallisierbare Salze (M. Greshoff).

Pukateaalkaloide. Die Pukatearinde (Laurelia novae Zealandiae) ent-hält drei Alkaloide, zu deren Darstellung dieselbe mit essigsäurehaltigemAlkohol ausgezogen wird. Aus dem von Alkohol befreiten Auszuge läßt sichnach dem Verdünnen mit Wasser durch Ausschütteln mit Chloroform Puka.tei'n und Lau retin isolieren. In dem ausgeschüttelten Rückstände verbleibtdas amorphe Laurepukin, welches daraus durch Natronlauge gefällt wird.Zur Trenuuug von Pukate'in und Lauretin wird der Chloroformauszug ver-dampft und der Rückstand mit Alkohol verrieben, wodurch sich das Pukate'inausscheidet. Aus der Mutterlauge läßt sich das Lauretin in Gestalt seinesSulfats isolieren (B. C. Aston).

Das Pukatei'n : C 17 H 17 N0 3 , bildet farblose, in Alkohol schwer lösliche,bei 200° schmelzende Kristalle. Linksdrehend. Dasselbe liefert mit Säurenund Basen leicht hydrolysierbare Salze.

Lauretinsulfat: (C'IP'NO'TB^SO 4 -f 7H ! 0, bildet Kristalle, die inkaltem Wasser schwer löslich sind.

Laurepukin: C la H ls NO a (v), ist ein gelblich weißes, amorphes Pulver,welches gegen 100° schmilzt.

CJlloroxylonin : C ,! H 13 N0 7 , ist in dem Holz von Chloroxylon swietenia,dem ostindischen Seidenholz, enthalten. Dasselbe wird aus der salzsauren