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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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1843
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Eetamin, Dioscorin, Lycorin usw.

1843

Listing des alkoholische Extrakts durch .Ammoniak gefällt und der Nieder-schlag in? Äther gelöst. Das Chloroxylonin,; kristallisiert aus Alkohol inmcnollinen, "bei 182 bis 183° schmelzenf en Prismen. Linksdrehend. DasChloroxrionin ist eine schwache, -vier Methcxyle: O.CH 3 , enthaltende Base,deren Salze kristallisierhar sind (Auld).

Hctiimin : C'^B^N'-'O, rindet sich in der Binde und den jungen Zweigenyon Bettina .■■phaerocorpa (0,4Proz. der frischen Pflanze). Es kristallisiert ausPetrohumäther in langen Nadeln, aus Alkohol in Schuppen oder rechteckigenTafeln, die hei 162° schmelzen. Das Eetamin ist schwer löslich in "Wasser,Äther und Petroleumäther, leicht löslich in Chloroform. In absolutem Al-kohol löst es sich 1:20. Bechtsdrehend. Das Eetamin verbindet sich mit1 und 2 Mol. einbasischer Säuren zu kristallisierbaren, physiologisch unwirk-samen Salzen. Die Ease besitzt ein starkes Beduktionsveraögen[ (Battan-dier, Malosse).

Malriii: C 15 H M N'0, ist ein giftiges, in der "Wurzel von Sophora[ar>gusli-folia enthaltenes, kristallisierbares Alkaloid, welches bei 80° schmilzt. Das-selbe löst sich leicht in "Wasser. Bechtsdrehend (Nagay, Plug'ge).

Dioscorin: C ls H"NO*i ist von Boorsma in den Enollen von Dioscorealiirsula. einer japanischen Pflanze, entdeckt. Zur Darstellung wird der salz-säurehaltige Alkoholauszug von Alkohol befreit, der Bückstand in Wassergelöst, die filtrierte Lösung mit Kalilauge, alkalisch gemacht und dann mitChlorofoim ausgeschüttelt. Die Eeinigung des Alkaloids erfolgt durch Em-kristallisieien des Bydiochlorids aus absolutem Alkohol. Das Dioscorin bildetfeine, gelbgrüne, bei 43,5° schmelzende, sehr hygroskopische Kristalle, dieleicht löslich in Wasser, Alkohol und Chlorofoim, schwer löslich in Äther,Benzol und Petroleumäther sind. Die Salze des Dioscoiins sind kristallisierhar.Mit Schwefelsäure und Jodsäure liefert es eine braungelbe, rasch blauviolettwerdende Färbung. "Wiikt ähnlich wie Picrotoxin (H. "W. Schütte).

Die "Wurzel von Dioscorea Tokoro MaJtivo, welche in Japan als Eisch"gift dient, enthält zwei saponinähnliche Substanzen, das Diosin: C S4 H 31, 0''-f-3H : 0, weiße, seidenglänzende, bei 247 bis 250° schmelzende Nadeln bildend,und das amorphe Dioscorea-Sapotoxin: C S3 H 38 0 10 (J. Honda).

Lycorin: C^H^N^O 3 , kommt neben^Sekisanin: C 3< H 36 N 2 0", in denZwiebeln von lycaris radiala (Japan) vor. Das mit Alkohol von 80Proz. be-reitete Extrakt wird mit Kalkmilch und Alkohol geschüttelt, das Eiltrat,nach dem Ansäuern mit Essigsäure, eingedampft, der Büokstand mit Kalk-milch alkalisch gemacht und mit Essigäther ausgeschüttelt. Dem Essigätherwerden hierauf die Alkaloide durch Schütteln mit verdünnter Schwefelsäureentzogen, aus diesem Auszug durch Soda gefällt und aus verdünntem Al-kohol umkristallisiert.

Das Lycorin bildet ziemlich große, farblose Kristalle, die sich bei235" gelb färben und sich hei 250° zersetzen. Es ist schwer löslich in "Wasser,Alkohol, Äther und Chloroform. Dasselbe wirkt brechenerregend. Eroehde-sches Eeagens wird sclimutziggrün und dann blau gefärbt.

Das Sekisanin wild den Mutterlaugen des Lycorins durch Ätherentzogen. Earblose, bei 200° schmelzende, säulenförmige Kristalle (Mori-shima).

Cheirinin: C 18 H 35 N 3 0 17 , soll neben dem digitalisartig wirkenden,amorphen Glycosid Cheirauthin in den Samen des Goldlacks, CheiranthusCheiri, enthalten sein. Kleine, farblose, bei 73 bis 74° schmelzende Nadeln,die schwer löslich in kaltem "Wasser, leicht löslich in heißem Wasser,

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