Prüfung des Leders.
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Holle der Säure spielt, indem sie sich mit Aluminium-, Eisen- oder Chrom-oxyd chemisch verbindet. Gleichzeitig fungiert die Haut aher auch als Base,indem sie außer dem Metalloxyd auch eine gewisse Menge von Säure auf-nimmt.
Bei der Sämisch- oder Ölgerberei wird das Leder durch Imprägnierender entsprechend vorbereiteten Lederhäute mit Fett oder Tran und darauf-folgendes Walken erzeugt. Hierbei findet eine Vereinigung der teilweiseoxydierten Hautfaser mit den ehenfalls zum Teil oxydierten Fettsäuren statt.Derartiges Leder, welches zur Herstellung von Handschuhen, Luxuswaren usw.dient, ist jedoch nicht wasserdicht.-
Die in neuester Zeit empfohlene Formaldehydgerbung ist keineGerbung im eigentlichen Sinne des 'Wortes, da die Hautfaser hierbei nichtvollständig unlöslich gemacht wird und es daher gelingt, den Formaldehyd,wenigstens zum Teil, wieder abzuspalten. Bei diesem Verfahren werden die zugerbenden Häute mehrere Stunden lang in einer Trommel mit Formaldehj d- undNatriumcarbonatlösung oder Alaunlösung in Berührung gebracht. Das Form-aldehydleder soll in seiner Beschaffenheit dem Chromleder ähnlich sein.
Die Brauchbarkeit des Leders ergibt sich zunächst durch die Ge-schmeidigkeit und die Farbe desselben, sowie durch die vollständige Gleich-mäßigkeit des Schnittes. Es dürfen sich auf dem Querschnitt keine hellenund dunklen Streifen, die parallel der Oberfläche laufen, zeigen; durch Be-feuchten des Leders markieren sich diese Streifen noch mehr. Zur weiterenPrüfung desselben dienen, nötigenfalls unter Anwendung von Vergleichs-objekten, die folgenden Proben:
1. 'Wassergehaltsbestimmung. 10 g sehr feine Lederschnitzel sindbei 100° bis zum konstanten Gewicht zu trocknen. Sohlenleder enthält16,5 bis 18Proz. Wasser. 2. Aschenbestimmung. Aus 5g Lederschnitze],unter schließlicher Anwendung von etwas Ammoniumnitrat, ausführbar.Der Aschengehalt solcher Leder, die aus gut gereinigter Blöße hervorgingen,übersteigt meist 1 Proz. nicht wesentlich. "Wird der Aschengehalt sehr hochgefunden (7 bis 10 Proz.), so daß der Verdacht einer Beschwerung vorliegt,so ist die Asche einer weiteren qualitativen Prüfung zu unterwerfen und sinddann die ermittelten Beimischungen, wie Baryum-, Aluminium- und Calcium-chlorid, im Leder selbst quantitativ zu bestimmen. 3. WasserlöslicheSubstanzen. Aus 10g Lederschnitzel durch wiederholtes Auslaugen mitwarmem Wasser, Eindampfen der Auszüge und Troeknen des Bückstandes bei100° zu ermitteln. Nach Kohnstein liefert reines Fichtensohlenleder 7,93 Pro?.wasserlösliche Substanz, wovon 6,89 Proz. organischer, 1,04 Proz. anorganischerNatur (Asche) sind, reines Eichensohlenleder 5 Proz. wasserlösliche Substanz,wovon 3,96 Proz. organischer, 1,04 Proz. anorganischer Natur (Asche) sind.Von diesen wasserlöslichen Substanzen sind etwa 1,1 Proz. als Stoffe (alsTraubenzucker berechnet) vorhanden, die Fehlingsche Kupferlösungreduzieren. Leder, welches mit Traubenzuckerlösung imprägniert ist, würdehöhere Werte ergeben. 4. Genügende Gerbung. Ein 1mm dicker Leder-schnitzel wird in Eisessig eingesenkt. Gutes Leder zeigt nach Eitner nachlängerem, selbst monatelangem Stehen außer einem Dunkelwerden der ganzenMasse nicht die mindeste Veränderung im Schnitt. Mangelhaft gegerbtesLeder zeigt zunächst ein Dunkelwerden der ungaren Teile, ferner quellendie Leimsubstanzfasern auf und verwandeln sich allmählich in eine gelatinöseMasse, in der nur einzelne gröbere Fasern erkennbar sind. Letztere Er-scheinung tritt um so rascher und um so vollständiger auf, je schlechter dasLeder ist. Legt man einen 1,5 mm dicken und 4 cm langen Lederschnitzel zweiStunden lang in Essigsäure von 30 Proz., so verändert sich stark durch gegerbtes
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