Dijodeampüer, Camphersäure.
1395
C T 2Dijodcanipher: C 9 H 14 <-
bildet gelbe, dem Jodoform ähnliche,
geruchlose, bei 108 bis 109° schmelzende Blättchen, welche unlöslich inWasser, leicht löslich in Alkohol und Äther sind. Zur Darstellung desselbenwerden 180 g Oxymethylencampher (s. S. 1392) in 750 g Natronlauge von16 Proz. und 1,5 Liter Alkohol gelöst und die Lösung bei 0", unter fort-währendem Umrühren, mit kalt gesättigter alkoholischer Jodlösung bis zurBraunfärbung versetzt. Das Gemisch wird alsdann durch Zusatz von Natron-lauge entfärbt und der gebildete Dijodoamplier durch Zusatz von eiskaltemWasser ausgefällt. Das abgesogene und abgepreßte Beaktionsprodukt ist ausBisessig bei 80 bis 90° umzukristallisieren und über Ätzkalk und Schwefel-säure im Vakuum zu trocknen.
CHJ
Monoiodeampher: C"H 14 <C' , kristallisiert in farblosen, bei 42 bis
43" schmelzenden Nadeln. Derselbe entsteht, wenn Dijodcampher in methyl-alkoholischer Lösung etwa 10 Minuten lang mit dem Doppelten der berech-neten Menge Kalilauge von 50 Proz. gekocht wird (Brühl).
G=N.OH
Isonitrosocampher : CH U <_' , bildet kleine, federbartartig
CO
gruppierte, bei 153 bis 154° schmelzende Prismen. Zu dessen Darstellunglöst man 15,2 g Natrium in einer Lösung von 102 g Campher in 500 g wasser-freiem Äther und trägt in diese mit Eiswasser gekühlte Flüssigkeit allmählich78 g Amylnitrit ein. Hierauf schüttelt man die Mischung mit Wasser, säuertdie wässerige Lösung mit Essigsäure an und kristallisiert das Ausgeschiedeneaus Ligroin um. Salpetrige Säure verwandelt den Isonitrosocampher inEisessiglösung in Campb.ercb.inon: C H" (C 0) ! ; goldgelbe, süßlichriechende, bei 198° schmelzende, sublimierbare Nadeln. Durch Beduktionmit Zinkstaub und Salzsäure geht das Campherchinon in «-Oxycampher:
CH.OH
C H 14 <C ' > über; Schmelz». 204°. Der ß-Oxycampher ist in 50 proz.
C O
alkoholischer Lösung als Oxaphor arzneilich empfohlen.
Camphersäure: OH"(CO. OH) 2 .
Molekulargewicht: 200 (200,13 O = Iß).
(In 100 Tln., C: 59,96; H: 8,06; O: 31,98.)
Syn.: Camphersäure, Bechts-Camphersäure, Acidum camphoricum.
Zur Darstellung der Camphersäure kocht man 150g Campher mit2 Liter Salpetersäure von 1,37 spez. Gew. in einem mit Eückflußkühler (einemmit Gips eingekitteten langen Glasrohr) versehenen langhalsigen Kolben, bissich nach dem Erkalten kein Campher mehr abscheidet. Die Lösung wirdalsdann eingedampft und der Bückstand aus heißem Wasser umkristallisiert.Um die Camphersäure ganz von Campher zu befreien, löst man sie in Kalium-carbonatlösung und fällt die konzentrierte Lösung mit Salpetersäure.
Eigenschaften. Die Camphersäure kristallisiert aus heißem Wasserin farblosen, geruchlosen, bei 186,5° schmelzenden Blättchen, welche leichtin Äther und in Alkohol, schwer in Wasser (etwa 1:150 bei 15°, 1:25 bei100°) und in Chloroform löslich sind. Beim Erhitzen über ihren Schmelz-punkt zerfällt die Camphersäure in Wasser und Camphersäureanhydrid:
f P OC S H 14 j qq>0, welches in glänzenden, bei 217° schmelzenden Nadeln subli-
miert. Die gleiche Verbindung resultiert, wenn Camphersäure 10 Minuten