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2. Organische Chemie 2. Abt. (1911) Organische Verbindungen mit geschlossenem Kohlenstoffringe ...
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Linalool, Geraniol.

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Links Linalool kommt, bisweilen mit etwas Rechts-Linalool gemischt, vorim Aloeholzöl, Licariöl, Bergamottöl, Citronenöl, Neroliöl, Lavendelöl, Spiköl,Thymianöl, Basilicumöl, Salbeiöl, Ylarig-Ylangöl, Sassafrasblätteröl, Lorbeer-blätteröl, Champacablüteuöl, Kuromojiöl, Illioiumöl usw. Farbloses, maiblumen-artig riechendes Liquidum: Siedep. 177 bis 179°; spez. Gew. 0,872 bei 17,5°.Das Linalool ist ein tertiärer Alkohol. Bei vorsichtiger Oxydation mit Kalium-permanganat geht das Linalool zunächst in Methyl-Hexylenketon: OH 3_COC°H U (s. unten), bei weiterer Oxydation in Aceton und Lävulinsäure(s. S. 999) über. Bei der Oxydation mit Kaliumdichromat und Schwefelsäureerleidet das Linalool zunächst eine molekulare Umlagerung zu Geraniol,welches dann weiter zu Citral (s. unten) oxydiert wird. Durch Erhitzenmit Essigsäureanhydrid geht das Linalool zum Teil in ein Gemisch der Essig-säureäther des Geraniols, Nerols und Terpineols über. Zinkstaub führt bei220 bis 230° das Linalool in Linaloolen: C 10 H 18 , über (Siedep. 165 bis 168°).

Durch längeres Schütteln mit verdünnter Schwefelsäure geht Linaloolin Terpinliydrat (s. dort) über.

Linaloolacetat: C 10 H 17 . 0C 8 H'0 (Linaly lacetat), findet sich in demBergamottöl, Lavendelöl, Neroliöl, Limettöl, Salbeiöl, Sassafrasblätteröl usw.Künstlich wird es erhalten durch Erhitzen von Linalool mit Essigsäure-anhydrid. Letzterer Äther, welcher stets etwas Geraniol- und Terpineol-acetat enthält (s. oben), kommt alsBergauiinol" als Ersatz für Bergamottölin den Handel.

Das Linaloolacetat ist eine farblose, angenehm bergamottölartig riechendeFlüssigkeit, die sich unter gewöhnlichem Druck und mit Wasserdämpfen nichtohne Zersetzung destillieren läßt. Auch das Linaloolacetat kommt in einerrechts- und linksdrehenden Form vor. Bei 10 mm Druck siedet es bei 100bis 102°; das spez. Gew. beträgt 0,898 bei 15°.

Geraniol: a >CH-CH ! -CH=CH-C(CH 3 )=CH-CH 1! .OH (Eho-

dinol), bildet den Hauptbestandteil des Palmarosaöls, des echten Bosenölsund des Citronellaöls. Auch in vielen anderen ätherischen Ölen sind kleinereoder größere Mengen von Geraniol enthalten. Dasselbe ist eine rosenölartigriechende, etwas ölige, optisch inaktive Flüssigkeit, welche bei 229 bis 230°siedet. Das spez. Gew. beträgt 0,880 bis 0,883 bei 15°.

Zur Isolierung des Geraniols verreibt man die betreffenden Öle mit demgleichen Gewicht staubfein gepulverten, zuvor frisch geschmolzenen Chlor-calciums, wobei sich die Mischung auf 30 bis 40° erwärmt. Die Masse wirddann im Exsikkator in die Kälte gestellt, wodurch sich allmählich kristal-linisches Geraniol-Chlorcaleium: 2 0 H 18 O -f CaCl 2 , ausscheidet. Dasfeste Produkt wird hierauf zerkleinert, mit Äther gewaschen, mit Wasserzerlegt und das ausgeschiedene Geraniol schließlich mit Wasserdämpfen ab-destilliert.

Als primärer einatomiger Alkohol geht das Geraniol bei vorsichtigerOxydation zunächst in den entsprechenden Aldehyd, das Citral: C 10 H lb O(s. dort), und weiter in die korrespondierende einbasische Säure, die Gera-niumsäure: C^H^O' 2 , über. Die Geraniumsäure ist eine bei 153" (13mmDruck) siedende Flüssigkeit; bei direkter Destillation spaltet sich CO 2 ab undbildet sich Geraniolen: C 9 H"\ Schwefelsäure von 70 Proz. führt dieGeraniumsäure unter Bingschluß in die damit isomeren «- und /S-Cyklo-geraniumsäuren vom Schmelzp. 106 bzw. 94° über. Bei stärkerer Oxy-dation liefert das Geraniol Methyl-Hexylenketon: CH 3COC 6 H U (sieheunten), ß - Methy Adipinsäure (s. Menthol), Lävulinsäure (s. S. 999),Aceton usw. Gasförmiger Chlor- und Bromwasserstoö führen das Geraniol

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