^^—^ ^^^^1
1300
Sauerstoffhaltige Bestandteile der ätherischen Öle.
Durch Oxydation mit KMnO 4 liefert das Cedren ein "bei 160° schmelzendesGlycol: C'H^O*, neben Oedrenketonaldehyd: C l5 H 24 0' 2 , und Cedrenketon-säure: C l5 H"O a , die heide flüssig sind. Durch Oxydation mit Chromsäuvegeht das Cedren in ein flüssiges Keton, das Cedron: C l5 H il! 0, durchReduktion mit Jod Wasserstoff säure in flüssiges Dihy drocedren : C I5 H"über (Sem ml er).
Über Galipen, Santalen, Zingiberen usw. s. die betreffenden Öle.
D. Diterpene: C 2 °H 32 .
Die Diterpene sieden oberhalb 300°. Dieselben sind in den hoch-siedenden Anteilen einiger ätherischer Öle (z. B. Copaivaöl, Myrrhenöl,Cajeputöl), sowie in den Produkten der trockenen Destillation des Colo-phoniums (Colophen) enthalten. Sie entstehen durch Polymerisationder Terpene.
E. Triterpene: C 30 H 48 , und Tetraterpene: C*°H M , sind vor-läufig wenig bekannt. Zu den Triterpenen gehört vielleicht das «- unddas ß-Amyrilen: C 30 H' t3 , siehe Elemiharz.
B. Sauerstoffhaltige Bestandteile der ätherischen Ole.
Die sauerstoffhaltigen Bestandteile, welche in den ätherischen Ölenvorkommen, zeichnen sich durch eine noch größere Mannigfaltigkeitaus, als dies bei den darin enthaltenen Kohlenwasserstoffen der Fall ist.Ein Teil dieser Sauerstoffverbindungen ist bereits im vorstehenden indem Kahmen der organischen Verbindungen mit offener und mit ge-schlossener Kohlenstoffkette abgehandelt worden, ein anderer Teil der-selben soll bei den betreffenden ätherischen Ölen, deren arzneilichwirksamen Hauptbestandteil sie häufig bilden, besprochen werden. Imnachstehenden wird daher nur eine kurze Übersicht der wichtigerensauerstoffhaltigen Bestandteile der ätherischen Öle, entsprechend ihremchemischen Charakter, gegeben werden, in der nur einige olefinischeAlkohole, Aldehyde und Ketone etwas eingehender besprochen werdensollen.
1. Alkohole. Äthylalkohol: C'ff.OH, ist im Öl von il/orin<i«citrifolia, sowie im Rosenöl, im letzteren vermutlich als das Produkt alkoho-lischer Gärung des in den Rosenblütenblättem enthaltenen Zuckers, gefunden.Octylalkohol: C*H".OH, kommt im Öl der Früchte von Meracleum sphn-dylium vor (s. S. 288). Der im wässerigen Destillat verschiedener Plauzen(s. S. 205) auftretende Methylalkohol: CH'.OH, dürfte nur ein Zer-setzungsprodukt zusammengesetzter Methyläther sein. Ahnliches gilt viel-leicht auch von dem Äthylalkohol und Amylalkohol, welcher von Smithin dem Destillationswasser von Eucalyptus amygdalina beobachtet wurde.
Einatomige Alkohole der Diolefine (s. S. 1S3) sind das Linalool: 0 H.OH, das Geraniol: C l0 H 17 .OH, und das Nerol: C'°H 17 . OH, ein Olefin-alkohol (s. S. 744) ist das Citronellol: C 10 H'\OH.
OH-CH S —C(CH a )—CH=CH 4 (Liea-
Das Linalool: °g3>C=CH—CH'
reol, Coriandrol), ist in einer rechts- und einer linksdrehenden Formbekannt. Bechts-Linalool findet sich im Corianderöl und Muskatnußöl.