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Chrysen, Beten, Pioen usw.
farblosen, bei 149° schmelzenden Tafeln, welche in heißem Alkohol, ÄtherBenzol und Schwefelkohlenstoff leicht löslich sind.
C 6 H 4 —CH
Chrysen: C 18 H 12 , oder • 6 " , kommt in den höchstsiedendenC H — CHProdukten der trockenen Destillation zahlreicher organischer Stoffe vor. Esentsteht beim Erhitzen von Inden (s. S. 1233), sowie von Cumaron (s. S. 1216)mit Naphtalin. Vom Pyren kann es leicht infolge seiner Unlöslichkeit inSchwefelkohlenstoff getrennt werden. Es kristallisiert in farblosen (im nichtganz reinen Zustand gelb gefärbten), glänzenden, blau fluoreszierenden, hei245° schmelzenden Blättchen. In Alkohol, Äther und Schwefelkohlenstoff istes sehr schwer löslich, leichter löst es sich in Benzol. Durch Oxydation mitChromsäure in Eisessiglösung geht es in Chrysochinon: CH^O*, über:rote, bei 235° schmelzende Nadeln, die sich in Schwefelsäure mit tiefblauerFarbe lösen. Durch Destillation mit Natronkalk geht es in /9-Phenyl-naphtalin: C 10 H' . C'H 1 , über: farblose, bei 102,5° schmelzende Blättchen.
Beten: C 18 H'", Methyl-Isopropyl-Phenanthren, ist im Teer harz-reicher Nadelhölzer, sowie in dem Erdharz einiger auf Torfmooren wachsenderNadelhölzer enthalten (Fehling, Fritzsche). Dasselbe entsteht bei derDestillation von Abietinsäure mit Schwefel (Vesterberg). Beten bildetglänzende, bei 98 bis 99° schmelzende, mit Wasserdämpfen flüchtige Blättchen,welche schwer in Alkohol, leicht in Äther und Benzol löslich sind.
Picen: C 22 H U , findet sich in den hochsiedenden Anteilen des Bravm-kohlenteers und des kalifornischen Petroleums (Bury, Graebe, Walter).Es kristallisiert aus siedendem Mesitylen in farblosen, blau fluoreszierenden,bei 350° schmelzenden Blättern, die in den meisten Lösungsmitteln fastunlöslich sind. Das durch Oxydation mit Chromsäure darstellbare Picen-chinon: C"H u O*, liefert bei der Destillation mit Natronkalk Dinaphtyl:C l0 H 7 —C 10 H 7 .
In naher Beziehung zu den vorstehenden Kohlenwasserstoffen stehenvielleicht das in glänzenden Blättchen kristallisierende Idrialin: C°H !B 0,welches in dem Idrialit, einem in Idria vorkommenden, der Steinkohleähnlichen Mineral enthalten ist (Dumas, Laurent, Goldschmiedt u.a.);ferner der in Braunkohlenlagern aufgefundene Scheererit und Hartit,sowie der im fossilen Fichtenharz im Fichtelgebirge vorkommende Fichte-lit: C l8 H 31! , Betenperhydrür, aus siedendem Ligroin in glasglänzenden,bei 46" schmelzenden Prismen kristallisierend (Bromeis).
Über den Kohlenwasserstoff C 8Ö H 16 oder C S (C'H 4 —CH 4 )* s. Carotin.
C. Teerfarbstoffe.
Als Teerfarbstoffe bezeichnet man eine Reihe von prächtigenFarbstoffen, zu deren Darstellung der Steinkohlenteer bzw. die in dem-selben enthaltenen aromatischen Kohlenwasserstoffe und Phenole alsAusgangsmaterial dienen. Die Teerfarbstoffe sind als solche somitnicht in dem Steinkohlenteer präformiert enthalten, sondern werdenerst durch künstliche Umwandlung einzelner Teerbestandteile erzeugt.Ihrer chemischen Natur nach gehören die Teerfarbstoffe sämtlich zurGruppe der aromatischen Verbindungen. Nach der Natur des zur Dar-stellung verwendeten Materials bzw. nach der Konstitution der Färb-