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Diacetyldiamidochinon.
Es bildet goldgelbe Kryställchen, die sich bei ca. 206° zersetzen; seine Lösungenzersetzen sich in der Hitze unter Braunfärbung; es ist mit Wasserdämpfen nichtflüchtig, färbt die Haut schwarz und wird von Alkalien mit braunvioletter Farbegelöst.
C. Amidoderivate.
Diacetyldiamidochinon 1 C 6 H 2 (NH • C 2 H 3 0) 2 0., erhält man, wenn man das durchEeduction der Pikrinsäure entstehende Triamidophenol acetylirt und das Acetyl-derivat oxydirt:
OH OH
N0 9 — r"^—N0 2 NH>—,- /Xx |-NH 4
------- * ------- >
NO s
C 2 H s ONH-
-NH-C,H,0
INH 2
C 2 H,0-NH-
NH-C,H,0
0
0
-NH-C a H 3 0
Es bildet glänzende, goldgelbe, dem Jodblei ähnliche Blättchen, schmilzt unter Zer-setzung bei 265—270°, ist in den meisten Lösungsmitteln so gut wie unlöslich, inheissem Eisessig wenig löslich und daraus krystallisirbar; von englischer Schwefel-säure wird es mit rothvioletter Farbe gelöst.
Während einfache Amidoderivate verhältnissmässig wenig untersuchtsind, hat man solche Amidoderivate der Chinone, deren Amidgruppendurch Kohlenwasserstoffreste — und namentlich aromatische — substituirtsind, sehr eingehend charakterisirt 2 . Da hauptsächlich Verbindungenmit dem Anilinrest C 6 H 6 -NH— studirt worden sind, so fasst man diehierher gehörigen Substanzen gewöhnlich unter der Bezeichnung „ Anilido-chinone" zusammen. Die Anilidochinone entstehen ausserordentlichleicht aus den Chinonen durch einfaches Aufkochen ihrer alkoholischenoder eisessigsauren Lösungen mit aromatischen Aminen, wobei ein Theildes Chinons in Hydrochinon übergeht (vgl. S. 442), z. B.:
1 Bamberger, Ber. 16, 2402 (1883). — Nietzki u. Preusser, Ber. 19, 2248(1886); 20, 797 (1887).
s Vgl.: Zincke, Ber. 12, 1641 (1879); 14, 92 (1881); 16, 1555 (1883). — Knappu. Schultz, Ann. 210, 164 (1881). — Andresen, J. pr. [2] 28, 422 (1883). — Zinckeu. Hebebrand, Ann. 226, 68 (1884). — Niemeyer, Ann. 228, 329 (1885). — Mylius,Ber. 18, 467 (1885). — Pflüg, Ann. 255, 170 (1889). — Kehrmann, Ber. 23, 897(1890). — Leicester, Ber. 23, 2793 (1890); 27 Ref., 597 (1894). — Rügheiher, Ann.287, 55 (1895). — P. Jacobson, ebenda, 136, 151, 192, 198.