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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1923) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Triamidobenzole.

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Paradiamido-Dipheiiylamin 1 NH 2 C 6 H 4 NH C 0 H 4 NH 2 (4.4'- D i a m i d o -d i -phenylamin) stellt zum Paraphenylendiamin in demselben Verhältniss, wie Di-phenylamin zum Anilin. Es bildet sich bei der Reduction des Anilinschwarz,krystallisirt aus heissem Wasser in farblosen Blättchen, schmilzt bei 155°, ist inkaltem Wasser schwer, in heissem Wasser leicht löslich und liefert ein schwer lös-liches Sulfat. Als MonacetylderivatNH 2 -C 0 H 4 -NH- 0 H 4 -NH-CO-CH sSchmelz-punkt 178" entsteht es durch Parasemidinumlagerung aus dem Acetylamido-hydrazobenzol C 6 H 5 NH NH C 6 H 4 NH CO CH 3 (vgl. S. 237).

Triamido-Triphenylamin 2 N(C 6 H 4 -NH 2 ) 3 ein primär-tertiäres Amin, daszum Phenylendiamin in gleichem Verhältniss steht wie Triphenylamin zum Anilin, ist aus Triphenylamin durch Nitriren und Keduciren gewonnen; es schmilztbei 230°.

Zweifach secundäre Diamiue mit aromatischen Radicalen 3 , wie Di-phenyl-phenylendiamine C 6 H 4 (NH-C 6 H 6 ) 2 etc., können aus zweiwerthigen Phe-nolen durch Erhitzen mit aromatischen Aminen in Gegenwart von Chlorzink etc.(vgl. S. 167", 218) erhalten werden, z. B.:

C 6 H 4 (OH) 2 + 2NH 2 C 6 H 5 = 2H 2 0 + C 6 H 4 (NH-C 6 H 5 ) 2 .III. Drei-, vier- und fünf wertluge Amine.

Durch Eintritt von mehr als zwei Amidgruppen in den Benzolkern entstehenTriamine, Tetramine und Pentamine farblose Basen, welche in Wasser leichtlöslich und sehr leicht oxydirbar sind.

Triamidobenzol C 6 H 3 (NH 2 ) 3 ist in den drei theoretisch möglichen, isomerenModifikationen bekannt. lSM-Triaminoberixen 4, ist durch Destillation von Tri-amidobenzoesäure gewonnen, ist krystallinisch, siedet unzersetzt bei 336" (corr.),reagirt in concentrirter wässeriger Lösung stark alkalisch und reducirt neutrale oderammoniakalische Silberlösung schon in der Kälte. 1.2.4-Triaminobenzen b wirddurch Reduction von o-p-Dinitranilin (S. 215) oder von Chrysoi'din bezw. Chrysoi'din-sulfosäure (S. 265) erhalten, krystallisirt aus Chloroform, worin es schwer löslich ist,in farblosen Blättchen, siedet unzersetzt bei etwa 340°, schmeckt schwach bitter;sein Chlorhydrat C 0 H 9 N 3 .2HC1 fällt in Nädelehen aus, ist in Wasser leicht, inAlkohol und concentrirter Salzsäure schwer löslich; versetzt man seine Lösung mitessigsaurem Natron, erwärmt schwach und leitet einen langsamen Sauerstoffstromhindurch, so erfolgt im Sinne der Gleichung:

(C 6 H 0 N 3 )., + 20 = C ls H n N 5 + NH, + 2H.0

Oxydation zu Triamidophenazin (vgl. S. 232).Reduction des entsprechenden Trinitrobenzols

1.3.5-Triaminobenxen e ist durchaber nur in Form von Salzen -

1 Nietzki, Ber. 11, 1098 (1878); 16, 474 (1883). Nietzki u.Witt, Ber. 12,1402 (1879). Hager, Ber. 18, 2576 (1885). P. Jacobson u. Kunz, Ber. 26, 704(1893). Kunz, Ueber die Umlagerungsprodukte des Acetylamido-hydrazobenzols etc.(Inaug.-Diss., Heidelberg 1893], S. 10 ff.

2 Hetdeich, Ber. 18, 2157 (1885); 19, 759 (1886).

* Vgl.: Calm, Ber. 16, 2792, 2803, 2811 (1883). v. Bandrowsky, Monatsh. 8,475 (1887). Limpeicht, Ber. 22, 2911 (1889). 0. Fischer u. Hepp, Ann. 255,145 (1889). Brunck, Ber. 25, 2715 (1892). Green, Ber. 26, 2781 (1893).

* Salkowsky, Ann. 163, 23 (1872).

6 Salkowsky, Ann. 174, 265 (1874). Gbiess, Ber. 15, 2197 (1882). Hins-bero, Ber. 19, 1253 (1886). E. Müller, Ber. 22, 856 (1889). Vgl. auch Pinnowu. Pistor, Ber. 27, 604 (1894). 6 Hepp, Ann. 215, 348 (1882).