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Triphaujlamiii.
noch zu Salzen zusammen, aber von Wasser werden diese Salze sofortzersetzt. Als secundäres Amin erweist sich das üiphenylamin durchdie Fähigkeit zur Bildung eines Nitrosamins (vgl. S. 182—183). DurchErhitzen mit concentrirter Salzsäure wird es bei 300° noch nicht ver-ändert, bei 320° aber theilweise in Anilin und Phenol gespalten. —Versetzt man die Lösung des Diphenylamins in concentrirter Schwefel-säure mit einer Spur von Salpetersäure, so tritt eine intensive Blau-färbung ein — eine zum Nachweis der Salpetersäure häufig gebrauchte,sehr empfindliche Reaction. — In der Farbenindustrie wird das Di-phenylamin namentlich zur Darstellung orangegelber Azofarbstoffe (vgl.Diphenylaminorange und Metanilgelb, S. 265) verwendet.
Metliyldiplienylamin' (C 0 H 5 ) i N(CH 3 ') wird technisch gewonnen, indem manDiphenylamin mit Salzsäure und Methylalkohol in Autoklaven erhitzt. Es ist flüssig,siedet bei 292° und besitzt bei 20° das spec. Gew. 1-048; seine Salze sind gegenWasser nicht beständig; durch Erhitzen mit rauchender Salzsäure auf 150" wird esunter Abspaltung der Methylgruppe wieder in Diphenylamin verwandelt.
Bein aromatische, tertiäre Amine sind nur schwer zugänglichund bisher wenig untersucht.
Das Triphenylamin 2 (C u H ä ) 3 N — die denkbar einfachste Ver-bindung dieser Art — kann man in schlechter Ausbeute gewinnen, indemman in siedendem Diphenylamin Natrium auflöst und nun Brombenzolauf das Diphenylaminnatrium wirken lässt:
(C 3 H b ) 2 NNa + C 6 H 5 -Br = NaBr + fC 6 H,),N.
Es krystallisiert ausAether in grossen, pyramidalen Formen, schmilztbei 127°, ist destillierbar und löst sich nur wenig in kaltem, nicht sehrleicht in heissem Alkohol, ziemlich leicht in Benzol auf; seine Lösungin Eisessig wird durch Salpetersäure prächtig grün, bei mehr Salpetersäureunter Abscheidung von Flocken gelb gefärbt. Es ist keine Base mehr;selbst in Benzollösung vereinigt'es sich mit Chlorwasserstoff nicht zueinem Chlorhydrat. Aus einem Vergleich des basischen Charakters beimAmmoniak, Anilin (S. 1G9), Diphenylamin (s. oben) und Triphenyl-amin erhellt besonders deutlich die negative Natur der Phenylgruppe(vgl. S. 43).
II. Aldehydderivate des Anilins 3 .
(Schiff' sehe Basen.)
Die Reactionsprodukte der Aldehyde auf das Anilin — zuerst vonR. Schiff untersucht — haben in neuester Zeit eine schärfere Cha-rakterisirung namentlich durch v. Millee u. Plöchl erfahren.
1 Bardy, Compt. rend. 73, 751 (1871). — Girard, Jb. 1875, 685. — Graebe.Ann. 174, 181 (1874). — Gnehm, Ber. 8, 1043 (1875). — Brühl, Ann. 235, 21 (1886).
2 Merz u. Weith, Bar. 6, 1514 (1873). — Heydrich, Ber. 18, 2156 (1885).
3 K. Schiff, Ann. Suppl. 3, 343 (1864). Ber. 12, 298 (1879). — Wallach, Ber.5, 251 (1872). — Amato, Ber. 9, 198 (18761. — Lippmann u. Strecker, Ber. 12, 74