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zurücktritt. Flückiger gibt an, daß allein die Provinz Matto Grossoin den 70er Jahren bis 440 000 kg jährlich produzierte, 1902 aber kamenaus ganz Brasilien nur 23 000 kg, 1903: 36 000 kg. Die Verminderungdes Verbrauches an Ipecacuanha im allgemeinen liegt auf der Hand undist gegeben in den zahlreichen Hustenmitteln der modernen chemischenIndustrie (Heroin, Kodein). Die Verminderung des Exportes aus MattoGrosso ist jedoch darin begründet, daß die ursprünglichen, sumpfigenProduktionsgebieto urbar gemacht sind, die Eingeborenen jetzt Be-schäftigung bei der Getreideernte finden. In den nun etwas kultiviertenGegenden ist überdies die Pflanze seltener geworden, das Produktions-gebiet hat sich nach Westen bis an die bolivianische Grenze verschoben.So kommt es, wie ich gleich hier bemerken will, daß ein Teil der Drogeaus Uruguay in den Handel kommt, aus den amtlichen Listen geht dieseshervor. Die Wurzel geht nämlich auf dem Paraguay stromabwärts undwird in Montevideo verschifft. Dieser Platz muß somit neben Rio indie Hand- und Lehrbücher als Exporthafen für Ipecacuanha auf-genommen werden.
Von den Zufuhren in Hamburg geben folgende Zahlen eine Vor-stellung (die eingeklammerten Zahlen sind die Preise für je 100 kg).
1897 . .
11 740 kg
( 856 M)
1903 . .
. 19 260 kg
( 913 M)
1898 . .
15 160 „
(1069 „)
1904 . .
. 17 870 „
( 960 „)
1899 . .
9 850 „
(1911 „)
1905 . .
. 14 170 „
(1085 „)
1900 . .
18 600 „
(1547 „)
1906 . .
. 12 950 „
(1328 „)
1901 . .
18 560 „
(1584,,)
1907 . .
. 26 000 „
(1224,,)
1902 . .
23 060 „
(1242,,)
1908 . .
. 22 350 „
(1037 „)
Wie die Zusammenstellung zeigt, kam die größte Menge 1907, diekleinste 1899 nach Hamburg, der höchste Preis wurde 1899, der niedrigste1897 erzielt. Niedrigster Preisstand und niedrigste Importziffer fallennicht immer in das gleiche Jahr, da auf die Preise ja die vorjährigen Lager-bestände von Einfluß sind und relativ oft den Jahren mit geringem Importsolche mit hohem voranzugehen pflegen. Im Durchschnitt kamen inunserem Zeiträume im Jahr 17 555 kg nach Hamburg. Die Exportlistender einzelnen Länder ergeben, daß Hamburg Ipecacuanha ausführt, aller-dings in kleinen Quantitäten. Ständige Abnehmer sind Rußland, Japan.Frankreich, England und die Union. Die letzten drei Staaten beziehenvon Hamburg die guten brasilianischen Sorten. Gelegenheitskäufer sindItalien, Spanien und Mexiko. Doch ist der Ausfuhrbetrag nicht bedeutendund schwankt recht (von 2%—11 Tausend Kilogramm). Nach Analogiedes Londoner Marktes werden die Lagerbestände in Hamburg nicht be-deutend sein, und so können wir wohl annehmen, daß jährlich 12—15 000 kgin den deutschen Verkehr gelangen, ein gut Teil hiervon dient Fabrikations-zwecken. Ueber die in die Schweiz gelangenden Quantitäten lassensich genauere Angaben nicht ermitteln.
Sehen wir uns noch die Herkunft der in Hamburg ankommendenDroge an. Da sei zunächst eine Bemerkung betreffs der BezeichnungCartagena für kolumbische Ipecacuanha gestattet. Es ist zwar richtig,daß die größten Mengen dieser Droge in Cartagena verschifft werden,die Bezeichnung Cartagena ist gerechtfertigt. Hamburg bezieht aber rechtoft die Droge aus den Häfen am Stillen Ozean, so von Panama, Buenaventura,ja selbst über Guayaquil, dem Stapelplatz für Kakao. Die Droge kommt