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3 (1910) Wurzeln
Entstehung
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Die über Holland gegangene Droge stammt entweder aus Frankreichoder ist aus der Schweiz und hat die Wasserstraße des Rheins benutzt.Für Oestorreich tritt Bosnien immer mehr als Lieferant auf (M i 11 a c h e r),sowie Montenegro; dieses Ländchen exportierte 1906 für 2400, 1907 für7200 Kronen Enzianwurzeln.

Radix Ipecacuanhae: Da der Hauptmarkt dieser Droge London ist,so müssen wir zunächst einen Blick auf die Statistik dieses Platzes werfen,wobei aber gleich bemerkt sein mag, daß Hamburg sich in den letztenJahren immer mehr von London emanzipiert und seinen Bedarf durchdirekte Zufuhren zu decken sucht. Bekanntlich unterscheiden wir mehrereHandelssorten. Brasilianische, kolumbische und ostindische Ipecacuanha.Erstere stammt entweder aus den Kulturen der Provinz Minas oder vonwildwachsenden Pflanzen aus der Provinz Matto Grosso. Die ostindischewird nach ihrem Produktionszentrum auch als Jahore bezeichnet. InIndien begannen die Kulturversuche bekanntlich 1866, 10 Jahre späterkamen die ersten Erträge auf den indischen Markt. Die kolumbischeWurzel dient bei uns Fabrikationszwecken. Man sollte sie auch in dieArzneibücher aufnehmen, denn ihre besseren Sorten sind der brasilianischengleichwertig; sie wird im Handel (nach dem Hafen) Cartagena genannt.Wir haben somit: Minas, Matto Grosso, Cartagena, Jahore. Die LondonerStatistik zeigt nun folgendes Bild, wobei die Vorräte am Jahresschlußberücksichtigt sind.

Londoner Markt 1904 1905 1906 1907 1908 1909I. Matto Grosso:

Import......... 400 230 231 175 210 226 Ballen

Export......... 521 437 265 167 199 252

Bestand am Jahresschluß

305 98 64IL Minas:

Import......... 45 40 73

Export......... 122 86 96

Bestand am Jahresschluß . 87 41 18

III. Cartagena:

Import......... 90 8 129

Export......... 234 23 92

Bestand am Jahrosschluß

72

198142

83

62103

85 Ballen

66 Ballen69

74

186185

33

62114

17 Ballen

182 Ballen139

32 17 54 55 3 60 Ballen

IV. Jahore:

Import......... 128 176 137 269 97 100 Ballen

Export......... 94 196 167 232 131 61

Bestand am Jahresschluß . 48 28 18 55 21 44 BallenDie Produktion und der Weltkonsum hat in den letzten 20 Jahrenentschieden abgenommen. Normalerweise müßten die Zufuhren, die jabis zu einem gewissen Grade die Produktion veranschaulichen, in Ueberein-stimmung mit der Zunahme der Bevölkerung steigen. D,;s Gegenteil istaber der Fall. Noch vor 15 Jahren waren in London Zufuhren von 1000bis 1500 Ballen die Regel, wobei allerdings am Jahresabschluß Vorrätevon 500 Ballen keine Seltenheit waren. Die Vorräte haben sich jetzt ganzgelichtet, aber man reicht mit 6 00 Ballen Zufuhren au ch wobei wiederumins Gewicht fällt, daß Hamburg als Abnehme] ondon immer mehr

DÜSSELDORF

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