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2 (1910)
Entstehung
Seite
9
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Einfuhr:

Ausfuhr:

1904. .

. 5,57 Mill. kg (155 M)

3,11 Mill. kg (188 M)

1905. .

. 5,64 (203)

3,76 (214)

1906. .

. 5,32 (185)

3,01 (192)

1907. .

. 4,47 (182)

2,19 (190)

1908. .

. 5,30 (155)

2,28 (191)

Die Zahlen zeigen uns, daß die in den letzten Jahren vermehrtenZufuhren weniger auf eine schnelle Zunahme des Vorbrauchs in Deutsch-land hinweisen, als vielmehr auf die zunehmende Bedeutung des HamburgerTransithandels.

Reichlich die Hälfte der Zufuhren kommt regelmäßig aus China,nur 1905 kam mehr Tee aus Britisch-Indien als aus China nach Hamburg.Im allgemeinen stellt nämlich Britisch-Indien (direkt und über England)nur 1 / B bis 1 / i der Hamburger Zufuhren. Bekanntlich ist Tee der Haupt-ausfuhrartikel Ceylons. Dort ist die bebaute Fläche über 170 000 ha groß,und die Ausfuhr betrug 1908: 174, 1907: 176 Millionen lbs im Werte von73,5 Millionen Rupien (20 Rup. = 15 M). Die Kulturen in Vorderindiensind etwas zurückgegangen, der Export betrug 1907 nur 8090 MillionenKilogramm (Wert 103 Mill. Rup.). Niederländisch-Indien bringt über-wiegend über Holland im Jahre nur % Million Kilogramm auf den Ham-burger Markt. Die Zufuhren aus Japan und Britisch - Südafrika sindsehr gering.

Es ist bekannt, daß in allerjüngster Zeit Kulturen im Kaukasusangelegt wurden, besonders im Kreise Osurgcty (42° n. Br., nordöstlichvon Batum). Die Kulturen nehmen an Ausdehnung ständig zu, die Erntesoll der Literatur zufolge ausschließlich im Lande, besonders vom Militär,verbraucht werden. Tee aus Batum kommt nun seit einigen Jahren bereitsnach Hamburg, allerdings in geringen Mengen, 1908: 2600 kg (brieflicheMitteilung).

Von : außereuropäischen Ländern versorgt Hamburg mit TeoArgentinien, Marokko, Chile; geringere Mengen (5060 000 kg) gehenregelmäßig nach Brasilien, Tripolis, den deutschen Kolonien Afrikas.In Europa erhält im Mittel per Jahr Triest fast \' t Million Kilogramm,Portugal 80 000 kg, Dänemark 7080 000 kg, Schweden 60 000 kg,Norwegen 55 000 kg, Spanien jetzt bereits 25 000 kg. Ständige Käufersind auch Bulgarien und Rumänien. Zu betonen ist schließlich, daß, ent-gegen manchen Literattirangaben, bedeutende Mengen von Hamburgständig nach Rußland (Ostseehäfen) gelangen, daß gerade an dengroßen Exporten der Jahre 1904 und 1905 zumeist Rußland beteiligtwar, daß 1904 fast 1 Million, 1905: 1,8 Million Kilogramm Tee von Hamburgbezog. ( !) Welcher Provenienz der nach Rußland importierte Tee ist, läßtsich nicht ermitteln; jedenfalls ist die ständige Einfuhr, trotz dersibirischen Eisenbahn, an sich schon beachtenswert.

Mate: Die Mate liefernden llexarten kommen in geschlossenenBeständen im Stromgebiet des Parana zwischen dem 20.30. ° s. Br. vor,in Paraguay und den Staaten Parana, San Catharina, Rio Grande do Sul,Matto Grosso, San Paulo und Minas Geraes. Die Gesamtproduktion wurde1855 auf 7,5 Millionen Kilogramm, 1897 auf 100 Millionen Kilogrammgeschätzt. Wir sehen eine ähnliche Zunahme wie bei den anderen purin-haltigen Genußmitteln, doch hat sich der Mategebrauch außerhalb Süd-