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2 (1910)
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8
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Außer Rohtabak führt Hamburg verarbeitete Tabake .(Zigarren,

Zigaretten) sowohl ein als auch seewärts ans, doch überwiegt stets die Ein-fuhr, wenn auch nicht um hohe Beträge. Hauptlieferant an Rohtabak istfür Hamburg Brasilien, woher in der Regel ein Drittel der Gesamtzufuhrenkommen. Brasilien führte 1907 insgesamt 29,69 Millionen Kilogramm Tabakaus, wovon ein großer Teil nach Deutschland ging. Etwa x / 10 der HamburgerZufuhren sind aus den Vereinigten Staaten. Weitere Lieferanten sind diemittelamorikanischen Länder, die westindischen Inseln (namentlich SanDomingo und Kuba), sowie Niederländisch-Ostindien. Tabak steht unterden Exportartikeln Niederländisch-Indiens an zweiter Stelle, die Gesamt-ausfuhr von dort hatte 1906 einen Wert von 56,77 Millionen Gulden. Vonden tabakbauenden Ländern Europas kommen regelmäßig Zufuhrenaus der Türkei (ungefähr 1 Million Kilogramm jährlich) und aus Griechen-land (ungemein schwankend, jährlich 18 Millionen Kilogramm). StändigeKäufer an Rohtabak sind in erster Linie Frankreich, Spanien, Holland,Rußland, Dänemark und Schweden. Die deutschen Kolonien sind mitsteigenden Mengen Abnehmer von verarbeitetem Tabak. Im deutschenTabakhandel spielt überdies Bremen, die Zentrale des deutschen Baum-wollehandels, eine hervorragende Rolle. Der deutsche Konsum hatte 1907einen Wert von 132 Millionen Mark. 5 )

Tee: Die Gesamtproduktion beträgt schätzungsweise weit über300 Millionen Kilogramm, abgesehen von dem Inlandverbrauch Indiens,Chinas und Japans. Den meisten Tee konsumiert England (3000 g pro Kopfder Bevölkerung jährlich), dann folgen in Europa Holland (600 g), Rußland(400 g), die Schweiz (100 g), Deutschland (65 g), Oesterreich und Frankreich(2530 g). Seit 1850 hat der Teeverbrauch in Deutschland nur um dasDreifache, in der Schweiz um das Fünffache zugenommen, trotzdem, wieTabelle I zeigt, infolge der Kulturen in Indien der Preis seit 1850 ständiggesunken ist. Der seit kurzem in Deutschland erhöhte Zoll (von 25 Mper 100 kg auf 100 M) dürfte den Teeverbrauch auch nicht sonderlich be-günstigen. Der Hamburger Import betrug in Millionen Kilogramm imMittel pro Jahr:

18411850 . . . 0,57 18711880 . . . 1,84

18511860 . . . 1,01 18811890 . . . 1,70

18611870 . . . 1,36 18901896 . . . 2,69

In den folgenden Jahren stellten sich die Zu- und Ausfuhren, wiefolgt (100 kg-Preise eingeklammert):

Ein

fuhr:

Aus

fuhr:

1897. .

. . 2,90 Mill.

kg (143 M)

1,65 Mill.

kg (174 M)

1898. .

3,22

(161)

1,72

(188)

1899. .

. . 2,92

(155)

1,59

(174)

1900. .

. 4,34

(150)

2,38

(184)

1901. .

. . 3,10

(150)

1,85

(176)

1902. .

. . 3,16

(H6)

1,97

(179)

1903. .

3,47

(159)

2,02

(175)

j) Die Weltpruduküon wird auf reichlich * 4 llilliaide Kilogramm geschätzt. Leber den"Verbrauch der einzelnen Länder vergl. u. a die Angaben in der Enzyklopädie 1909 Dortwird der Verbrauch in Frankreich pro Kopf und Jahr auf 0,80 kg angegeben. Nach neuereramtlicher AnRabe betrug der Verbrauch aber 1908 1,024 kg pro Kopf (40,3 Millionen Kilogramm)Der französischen Tabakre^t© werden j Ihrltcli für 1 2 Milliard« Rau:liiiia*er>alien abgekauft,dabei erzielt sie jetzt einen Gewinn von fast 366 Millionen Francs.