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2 (1910)
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Sonderabdruck aus der Apotheker-Zeitimg, 1910. No. 46 u. 47.

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Der Drogrenhandel Hamburgs.

(Ein Beitrag zur Handelsgeographie der Drogen.)

II

Von O. T u m a n n - Bern.

Um in diesen Zeilen nicht mißverstanden zu werden und um unnötigeWiederholungen vermeiden zu können, dürften vielleicht einige allgemeineBemerkungen angebracht sein. Bereits bei den besprochenen Drogen(,,Apoth.-Ztg." S. 311) waren nicht nur die Einfuhrmengen, sondern auchdie Ausfuhrbeträge Hamburgs angegeben. Bisher hat man nämlich nur aufdie uportziffer Rücksicht genommen, den- Export Hamburgs ließ manunberücksichtigt. So konnte man leicht zur Annahme gelangen, daß derHamburger Import gleich oder ziemlich gleich der Einfuhr nach Deutschland sei. Hierbei ist aber der Bedeutung Hamburgs als Welthafen nichtRechnung getragen. Es ist also notwendig, auch auf die Ausfuhren ein-zugehen. Leider finden sich nur bei einer beschränkten Zahl Drogen (meistnur bei Nahrungs- und Genußmitteln) die Ausfuhrbeträgeseewärts"angegeben, bei den meisten Drogen müssen wir diese Zahlen erst in der Aus-fuhrzusammenstellung der einzelnen Länder zusammensuchen. Auch istdie Ausfuhr Hamburgsseewärts" nicht gleich einem Export nach über-seeischen Ländern, denn die preußischen Ostseeprovinzen, sowie Mecklen-burg, Oldenburg, Hannover und die Rheinprovinz 1 ) erhalten ihren Bedarfebenfalls von Hamburgseewärts". Um nun die Einfuhr in das DeutscheReich annähernd wenigstens festzustellen, ist es nötig, unter Berücksichti-gung der oben erwähnten Punkte von der Einfuhr die jeweilige Ausfuhrabzurechnen. Ganz richtig ist diese Methode auch nicht, denn es bleibenhierbei die Lagerbestände in Hamburg am Jahresschluß unberücksichtigt,ebenso die Quantitäten, die auf dem Flußwege oder mit der Eisenbahn indie Nachbarländer Deutschlands gelangen, die aber bei vielen Drogen nichtbedeutend sind. Jedenfalls gelangen wir auf diese Weise zu einer an-nähernden Vorstellung über die Einfuhr Deutschlands, zum Teil auchüber den deutschen Konsum, freilich nur bei jenen Drogen, die ihren Wegüber Hamburg nehmen.

Sehen wir uns ferner die Länder an, die Drogen überseeischer Pro-venienz aus Hamburg beziehen, so finden wir, daß sich da einige Unter-schiede ergeben. Wir sehen zunächst Länder, die ständig mehr oder wenigergroße Mengen einer Droge aus Hamburg beziehen und machen die Beob-achtung, daß recht oft wenigstens die bezogenen Quantitäten sich Jahre

1) Der Verkehr Hamburgs seewäitB Itheinprovinz geht uutcr Benutzung der Klieinstrafle(He holländische Küste entlang uiid wird von einer Abteilung der Hamburg-Aulerika-Li..iobesorgt (\V e i g el)

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