Ausfuhr (sce
värts):
58,37 Mill. kg
64,70 „
,
54,44 „
,
65,87 „
,
81,04 „
,
77,09 „
87,14 „
,
90,34 „
,
88,57 „
,
99,00 „
,
94,15 „
,
100,98 „
,
nebenbei einmal arzneiliche Anwendung fand, war doch das erste Kaffee-haus bereits 1554 in Konstantinopel errichtet.
Der Hamburger Handel zeigt folgendes Bild:Einfuhr:
1897 .....179,00 Mill. kg
1898 .....190,50
1899 ..... 154,97
1900 ..... 187,98
1901 ..... 199,57
1902 .....217,19
1903 .....212,19
1904 .....180,72
1905 ..... 193,06
1906 .....242,23
1907 .....264,00
1908 ..... 194,64
An der Einfuhr beteiligt sich Brasilien 4 ) gewöhnlich mit 2 / 3 der Ge-samtmenge (1907 im Werte von 132,61 Millionen Mark), dann folgtGuatemala, das ungefähr 20 Millionen Kilogramm liefert, meist etwasmehr, bisweilen etwas weniger. Alsdann folgen in großem Abstände dieamerikanischen Länder am Golf (Mexiko, Nikaragua, Haiti, San Salvador,San Domingo, Portoriko, Kostarika, Kolumbien, Venezuela, ferner Nieder-ländisch-Ostindien. Die Bedeutung Deutsch-Ostafrikas als Kaffeeproduzentgeht aus nachstehenden Importzahlen (in Kilogramm) hervor: 1898: 177 400,1899: 144 400, 1901: 214 200, 1902: 347 800, 1904: 351800, 1905:463 500, 1907: 414 600, 1908: 573 100. Außerdem gelangen ansehnlicheQuantitäten (insgesamt etwa 10 Millionen Kilogramm) über England,Frankreich und Holland nach Hamburg.
Bei der Ausfuhr seewärts muß man berücksichtigen, daß die deutschenStaaten an der Ost- und Nordsee ihren Kaffee auf dem Seewege vonHamburg erhalten. Hauptkäufer ist Schweden, das jährlich annähernd20 Millionen Kilogramm Kaffee von Hamburg bezieht; Rußland undDänemark erhalten jährlich reichlich je 10 Millionen Kilogramm; Norwegenbezog in letzter Zeit 7 Millionen Kilogramm. Der Hauptkäufer außerhalbEuropas ist Britisch Südafrika, wohin jährlich 2—3 Millionen Kilogrammgehen. In kleineren Posten versendet Hamburg Kaffee nach allen Gegendender Welt, selbst nach den russischen Häfen am Eismeer, Katharinenhafen(Kola) und am Weißen Meer, Archangelsk. Helgoland erhält jährlich imDurchschnitt 4000—4500 kg aus Hamburg, gelegentlich einige Sack ausBremen, also eine Menge, die wohl zum Teil dem Fremdenverkehr zu-zuschreiben ist.
In unserer Literatur heißt es, daß Java den besten Kaffee der Weltliefert. Einige Grossisten haben mir diese Ansicht bestritten und hieltenden Kaffee aus Portoriko und Jamaika für die beste Handelssorte. DieserWiderspruch ließ sich durch Darstellung einiger Preiskurven aufklären.Die Tabelle zeigt die Preisbewegung für einige Handelssorten, und aus ihr
4) Der größte Kaffeeplantagenbesitzer der Welt ist Francisco Schmidt, der 27 Kaffef-fazenden mit zusammen 7,5 Millionen Bäume besitzt und lyoö 15 Millionen Kilogramm Kaffeeerntete. Sonst wird im allgemeinen der Krtrag eines Baumes mit 1,2 kg Kaufte berechnet.