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Alkaloidhaltige Genußmittel.
in der Regel 35; die Verseifungszahl beträgt 190—200, meist 194—195.Vergl. S. 338.
Björklunds Probe: 3 g Fett werden in einem Reagenzglase mit6 g Äther versetzt, das Glas verschlossen und auf 18° erwärmt. BeiGegenwart von Wachs entsteht eine trübe Flüssigkeit, die sich auchbeim Erwärmen nicht ändert. Ist die Flüssigkeit klar, so stellt man WWasser von 0° und beobachtet die Zeit, innerhalb welcher Trübungeintritt. Reine Kakaobutter wird erst nach 10—15 Minuten trübe (mitRindstalg versetzte stets schon vor 10 Minuten) und klärt sich wiederbei 18 — 20°.
Filsingers Probe: 2 g des Fettes werden in einem graduiertenRöhrchen geschmolzen, mit 6 ccm einer Mischung von 4 Teilen Äther(0.725 spez. Gew.) und 1 Teil Alkohol (0.810 spez. Gew.) geschütteltund beiseite gestellt; reine Kakaobutter gibt eine klarbleibende Lösung-Hagers Anilinprobe:' Man erwärmt 1 g Fett mit 2—8 g Anilin bis ■**Lösung und läßt bei 15° C. 1 Stunde, bei 17—20° C. l 1 /,—2 Stunden stehen.Reines Kakaofett schwimmt als flüssige Schicht auf dem Anilin; Talg, Stearin,Paraffin setzen sich als körnige oder schollige Partikeln in der ülschichte abund bleiben bei gelindem Umschwenken an der oberen Wandung hängen. " elWachs und viel Paraffin erstarrt die Fettschichte; war viel Stearinsäure zugegen,so findet überhaupt keine Trennung in zwei Schichten statt; bei reinem Kakao-fett erstarrt die Olschiclit erst nach vielen Stunden.
Vergl. noch F. Filsinger, Oorresondenzbl. d. Verb, deutscher Schokolade -fabr. 1889. 10, Nr. 5. — De Negri u. Fabris, Ztschr. anal. Chem. 1894. 33,569. — A. Strohl, Das. 1896. 35, 166. — H. ßekurts, Apoth.-Ztg. 1896. U»367. — J. Wauters, Bull. Assoc. Beige Chim. 1901. 15, 131; Chem.-Ztg. 19 01 '25, 266 (Nachweis von Kokosbutter in Kakaobutter). — G. Posetto, Gioro-Farm. chim. 1901. 51, 241; Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Genußm. 1902. 5> Si(Nachweis von Sesamöl).
5. Bestimmung des Theobromins und Koffeins.
Verfahren nach A. Hilger und A. Eminger. 2 10 g Kakao-pulver werden in einem Glaskolben mit 150 g Petroläther übergösse 0und unter Verschluß und öfterem Umschütteln etwa 12 Stunden beiZimmertemperatur stehen gelassen. Hierauf wird der Petroläther v onlRückstande getrennt 3 und dieser getrocknet. Der Rückstand wird m 1100 ccm 3—4 proz. Schwefelsäure am Rücknußkühler 3 / 4 Stdn. gekocht.Dann wird der Inhalt des Kolbens in ein Becherglas gespült und in " eSiedehitze mit in Wasser aufgeschlemmtem Baryumhydroxyd genaneutralisiert (die Neutralisation kann so genau geschehen, daß ein ^iH'leiten von Kohlensäure unnötig ist). Die neutralisierte Masse wird dannin einer Schale, deren Boden mit gewaschenem Quarzsand beschickt iS*>abgedampft und der Rückstand in einem geeigneten Extraktionsapp» r fmit Chloroform bis zur Erschöpfung ausgezogen. Das Chloroform wirabdestilliert, der Rückstand bei 100° getrocknet, hierauf mit 10Jg
1 Pharm. Ctrlh. 1878. 19, 451. — 2 Forschungsb. 1894. 1, 292; l 896 ',fg275. — 3 Das ausgezogene Fett enthält kein Koffein. — 4 Bis die Bildung dKakaorotes (Änderung der Farbe) zu Tage tritt.