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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Alkaloidhaltige Genußmittel.

weise Verseifung des Fettes bewirkt, infolge deren leicht Durchfälle auf-treten können.

Zuweilen werden auch die mechanisch vorbereiteten Bohnen eine©hohen Dampfdrücke ausgesetzt; hierdurch soll nicht nur eine bessereLöslichkeit in obigem Sinne, sondern auch eine teilweise Überführungder Nährstoffe in eine löslichere Form bewirkt werden.

Analysen von löslichem Kakao siehe bei A. Belohoubek, Böhmischepharm. Ztschr. 1888. 7, 311; Hilgers Vierteljahrsschr. 1888. 3, 373.

3. Schokolade; dies ist ein in bestimmte Formen gebrachtes Ge-misch von Kakao, Zucker und Gewürz, das direkt genießbar ist; viel-fach ist der Schokolade auch Mehl und Stärke beigemengt.

Fondants sind Schokolade mit außergewöhnlichem Gehalte an Fett(Zusatz von Kakaobutter) und Zucker.

Couvertüren (Überzugsmassen) sind durch Zusatz von Kakaobutterzu Schokolade hergestellte Fabrikate, welche durch diesen Zusatz in derWärme dünnflüssig sind und zum Überziehen von Konditorwaren dienen-

Verdaulichkeit des Kakao. Nach Versuchen von H. Weigmannwurde von der N-Substanz nur 42.0 °/ 0 , vom Fett 94.5 °/ 0 verdaut; vonKohlehydraten ließ sich im Kot nichts mehr nachweisen; nach C. StoodsErmittelungen 2 wurde von der N-Substanz des Kakaomehles durch künst-lichen Magensaft nur 4759°/ 0 verdaut. Nach A. Stutzer 3 scheintdie Verdaulichkeit durch das Rösten eine schlechtere zu werden, indemverdauliches Eiweiß durch zu hohe Rösttemperatur teilweis unverdaut 00wird. Während von rohen Bohnen 23.2, 22.8 und 19.8°/ 0 der N-Sub-stanz durch künstlichen Magensaft nicht verdaut wurden, blieben vongerösteten Bohnen 39.7 und 40.8°/ 0 unverdaut. Nach J. Forsterwurden bei Versuchen mitholländischem" (sog. löslichem) Kakao vonder Trockensubstanz 90°/ 0 , von den N-haltigen Stoffen 80 u / 0 , dem Fe«und den Aschenbestandteilen 100°/ 0 verdaut.

Die Schokolade ist infolge ihres Gehaltes an Fett, N-Substanzenund Zucker nicht nur ein Genuß-, sondern auch ein Nahrungsmittel-

Um den Nährwert der Schokolade zu erhöhen, macht man » uCZusätze von trocknem Fleischpulver, Pepton, Malz etc.

Über Eichelkakao siehe A. Tschirch, Pharm. Ztg. 1887. 32, l^iT. F. Hanausek, Ztschr. f. Nähr.-Unters., Hygiene u. Warenk. 1887. 1. 2 *'.'H.Michaelis, Pharm. Ztg. 1888. 33, 568. Über Somatose-Schokolade-M. Mansfeld, Ztschr. der Unters, für Nähr.- u. Genußm. 1898. 1, 710; ubeHaferkakao: R.Peters, Pharm. Ctrlh. 1901. 42, 819; über Schokoladenmehle: A. Beythien u. H. Hempol, Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Genuß»-1901. 4, 23.

Als Verfälschungen des Kakaos und der Kakaopräparate sind azusehen:

3 Ztschr. ang"*-

1 J. König 1. c. I, 48. 2 J. König 1. c. I, 246.Chem. 1891, 368. Daselbst wird auch ein neues Röstverfahren von Halo '^o ;besprochen und sehr günstig beurteilt. Vergl. Pharm. Ctrlh. 1892. 33, 2Chem.-Ztg. 1892. 16, 1185. 4 Hyg. Rundschau 1900. 10, 305.