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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Die Genußmittel.

Niederschlag in Wasser, engt auf dem Wasserbade ein und prüft dasFiltrat durch Zusatz von 1 g salzsaurem Phenylhydrazin und 2 g essig-saurem Natrium auf Zucker. Ist Zucker vorhanden, so entsteht eWgelber Niederschlag bezw. eine gelbe bis rötliche Färbung; der Nieder-schlag löst sich in Ammoniak und wird durch Salzsäure wieder WFlocken gefällt.

Ist die Gelbfärbung eines Branntweins aus dem Faßholze aufge-nommen, so gibt Bisenchlorid die bekannte Gerbsäurereaktion.

Siehe auch C. A. Orampton und F.D.Simons, Journ. Amer. Chem. Soc.1900. 22, 810; Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Genußm. 1901. 4, 419.

11. Gesundheitsschädliche Metalle. Der Nachweis von Kupferund anderen Metallen (Zinn, Blei, Zink), die aus den Kühlschlangen undGerätschaften in den Branntwein gelangen können, geschieht in derWeise, daß man den Alkohol verjagt, mit Salzsäure ansäuert, Schwefel-wasserstoff einleitet etc.

Man kann auch den Branntwein veraschen oder die organische Substawähnlich wie beiMehl" zerstören.

Für die Bestimmung von Kupfermengen bis zu 1 mg hinunter kanndie Titrationsmethode von de Haen (siehe S. 331) benutzt werden.

Mengen von 0.21 mg werden kolorimetrisch als Kupferoxyd-ammoniak bestimmt.

Man löst den durch Schwefelwasserstoff oder auf elektrolytischem Wege "'''haltenen Niederschlag in verdünnter, heißer Salpetersäure, engt auf ca. 15 CCI ^ein, gibt in ein Reagenzglas mittlerer Größe, versetzt mit 1 ccm Ammoniak unfüllt auf 20 ccm auf. Als Vergleichslösung dient eine Kupfersulfatlösung, v ""der 1 ccm = 0.1 mg Cu anzeigt (0.395 g CuS0 4 -f 5 aq. in 1 Liter); von dieserwerden entsprechende Mengen (1, 2, 3 etc. ccm) mit lOproz. Ammonnitratlösungund 1 ccm Ammoniak wie oben in passenden Reagiergläsern auf 20 ccm gebracht'

Ist die zu prüfende Kupferlösung nur sehr schwach blau gefärbtso säuert man mit 1 ccm Essigsäure an und gibt 0.5 ccm einer 1 p roz 'Ferrocyankalilösung hinzu. Hierzu gebraucht man Vergleichsproben, u1 ^0.02 0.2 mg Cu enthalten und auf gleiche Weise mit Essigsäure umFerrocyankali hergestellt sind. 1

Vergl. K. B. Lehmann, Aren. f. Hyg., Bd. 24, 27, 30, 81; V. VedrödliChem.-Ztg. 1898. 22, L08; K. B. Lehmann, Das. 291!. .

Zum Nachweise ganz minimaler Mengen Kupfer kann man li;l "E. Mach und K. Portele (Tiroler landw. Blätter 1887, Nr. 6) 50100 cd 1 'Branntwein mit etwas Spodium eindampfen, filtrieren, das Filtrat mit NHs °etralisieren, das überschüssige Ammoniak verjagen, event. filtrieren, auf 10 cauffüllen und wie unten prüfen. (Von Most oder Wein kann man die AscheSalpetersäure lösen, mit NH 3 behandeln etc.) Grundbedingung ist eine neutraLösung. Als Vergleicbsflüssigkeit dient eine Lösung von Cu(N0 3 )j, die in 1 ° c _= 0.005 mg Cu enthält. Man bringt je 1 ccm der zu prüfenden und der jgleichsflüssigkeit in eine Eprouvette, fügt 9 ccm Alkohol zu, der 10°/o '\enthält und dann 6 Tropfen folgender Tinktur: Guajakharz wird mit 50 p 1 "

Alkohol extrahiert und mitHCN bis zum deutlichen Auftreten des Geruches ver

se tzt.

1 Eisen darf selbstredend nicht vorhanden sein; event. störende salpe*Säure kann durch Zusatz von etwas Harnstoff unschädlich gemacht werden.