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Pflanzliche Nahrungsmittel.
Ammoniak und filtriert den Niederschlag nach einigem Stehen ab. Das Filtratwird mit Essigsäure schwach angesäuert und mit Schwefelwasserstoff auf Zinkgeprüft. Entsteht ein weißer Niederschlag von Schwefelzink, so wird mit Wasserverdünnt und der Niederschlag nach 24stündigem Stehen abfiltriert, mit Schwefel-wasserstoff und salpetersaures Ammoniak enthaltendem Wasser ausgewaschen,geglüht und als Zinkoxyd gewogen.
Auch zum Nachweise anderer Metalle kann diese Methode der Zer-störung der organischen Substanz Verwendung finden. Handelt es sich um denNachweis von Quecksilberverbindungen, so ist statt des Quecksilberoxydes beider Zerstörung der organischen Substanz Kupferoxyd zu verwenden.
4. Bestimmung des Fettgehaltes.
Ausziehen von 5 — 10 g trocknem Mehl mit wasserfreiem Äther oder leichtsiedendem Petroläther im Soxhl et sehen Extraktionsapparate.
Vergl. Ed. Späth, Über d. Fett von Weizen- u. Koggenmehl. Forschungsber.1896. 3, 251.
5. Bestimmung des Säuregehaltes.
Eine genaue Methode zur Bestimmung der verschiedenen Säuren im Mehlist nicht bekannt.
Vergl. A. Hilger und T. Günther, Mitteilungen aus d. pharm. Institut.Erlangen 1889. 2. Heft, 13. — Thal, Pharm. Ztschr. f. Rußl. 1894, 641 (HilgersVierteljahrsschr. 1894. 9, 584). — A. Bailand, Journ. Pharm, et. Chim. 1893.5. Ser. 28, 159. — R. Kayser, Korresp.-Bl. d. fr. Vereinig, bayr. Vertr. d.angew. Chem. 1884 Nr. 2, 12.
6. Bestimmung der Kohlenhydrate.
Zucker und
a) Bestimmung der Gesamtkohlenhydrate (Stärke,Dextrin).
3 g Mehl 1 werden mit 100 cem Wasser gut vermengt in einem bedecktenZinnbecher von 150—200 cem Inhalt im Soxhletschen Dampftopf 3—4 Stdn. bei
3 At.....Sphären Druck erhitzt. — Statt des Daropftopfes kann
man auch die Reischauer-Lintnersehen Drucklläschchen(Fig. 10) verwenden; diese werden 8 Stdn. bei 108—110" 0.im Glyzerin- oder Kochsalzbade erhitzt.
Der Inhalt des Bechers oder des Fläschchens wird nochheiß durch Asbest filtriert und der Rückstand mit beiße" 1Wasser ausgewaschen; letzterer darf keine Stärkereaktion mehrgeben.
Das Filtrat wird auf etwa 200 com ergänzt und nw20 cem Salzsäure vom spez. Gew, 1.125 in geeignetem Kolben){ Stdn. lang am Rückflußkühler im kochenden Wasserbadeerhitzt. Sodann kühlt man rasch ab, gibt soviel Natronlaug*hinzu, daß die Flüssigkeit noch eben sauer reagiert und fttU''nach event. Filtration durch Watte, auf 600 cem auf.
In dieser Lösung wird die gebildete Dextrose naODAllihn bestimmt. Tabelle am Schlüsse des Buches. DextroseX 0.9 = Stärke.
Vorstehende Methode ist für die Praxis genügend. EM6noch genauere Bestimmung der Gesamtkohlehydrate ermöglicht die Methode v ""M. Märker und A. Morgen 2 , sowie das Diastaso verfahren.
1. Methode nach Märker und Morgen: 8g der sehr fein gepulverte 0Substanz worden mit 51) cem Wasser in einem etwa 100 cem fassenden, zylindrischenMetallgefäß durch Einstellen in kochendes Wasser innerhalb 20 Min. verkleistert
1 Fettreiche Mehle müssen zuvor mit Äther oder Petroläther entfettet werden-— 2 M. Märker, Handb. d. Spiritusfabrikation. Berlin 1898, 106.
Fig. 10.