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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Animalische Nahrungsmittel.

Man vermeide niedere Temperaturen, damit sich das Fett nicht in festemZustande wieder abscheidet.

Macht man die saure Mischung mit Ammoniak alkalisch, so gehtdie grüne Farbe in blau über, dessen Intensität der vorigen Grünf arbungentspricht. Ein nur schwach blauer Schimmer ist unberücksichtigt zulassen".

n) Nachweis von Baumwollsamenöl nach Halphen. 1

Gleiche Volumina (etwa 10 g) geschmolzenes und filtriertes Fett,Amylalkohol und 1 °L Schwefel enthaltender Schwefelkohlenstoff werdenin einem Kolben, der mit einem etwa 1 m langem Kühlrohr versehenist, im siedenden Kochsalzbade oder im gewöhnlichen Wasserbade erhitzt.

Je nach der Menge des anwesenden Baumwollsamenöls tritt früher(10 Minuten) oder später (1 l l / 2 Stunde) Kotfärbung der Mischung ein.

o) Nachweis von Erdnußöl nach A. Renard. a

Derselbe wird geführt durch Isolierung der in dem Erdnußöl vor-handenen Arachinsäure, welche durch einen hohen Schmelzpunkt (75°C.)charakterisiert ist.

Das fragliche Fett wird verseift, aus der Seife die Fettsäuren ab-geschieden, und durch fraktionirte Kristallisation aus heißem Alkoholwird die Arachinsäure, welche sich zuerst ausscheidet, isoliert und aufihren Schmelzpunkt geprüft. Näheres siehe R. Benedikt und F. UlzetiAnalyse der Fette 1897, 479.

p) Nachweis von Fhytosterin in Schmalz, nach E. Sal -kowsky. 3

Die vegetabilischen Öle, mit Ausnahme des Olivenöls enthaltenPhytosterin, von animalischen Fetten enthält nur das Butterfett dieseSubstanz.

Zu 50 g Fett setzt man in einem Kolben 20 g Kaliumhydrox*y c ''ebensoviel Wasser und, wenn sich das Kaliumhydroxyd gelöst hat, 50 ccmAlkohol (von 70 Vol.-"/ n ); man erwärmt solange auf dem Wasserbade,bis Verseifung eingetreten ist, verdünnt die Seifenlösung mit Wasserauf 10001200 ccm und schüttelt sie in einem großen Scheidetrichtermit 500 ccm Äther durch. Der Äther wird nach dem Absetzen, dasdurch Zusatz von etwas Alkohol gefördert werden kann, von der wäß-rigen Flüssigkeit getrennt, wenn nötig, durch ein trockenes Filter filtriert,verdunstet, der Rückstand, welcher stets noch etwas unverseiftes Fettenthält, nochmals mit alkoholischer Kalilauge erwärmt und die wftßng 6Lösung wiederum mit wenig Äther geschüttelt. Nachdem die alkalischeLösung aus dem Scheidetrichter abgelassen ist, wird der Äther z urEntfernung von aufgenommener Seife mehrmals mit Wasser durch-geschüttelt, der Äther abdestilliert, der Rückstand in heißem Alkohol

1 Journ. Pharm. Chim. 1897. 6, 390; Chem. Ctrlbl. 1897. II, 1161- 7"2 Ztschr. anal. Chem. 1873. 12, 231; J. Herz, Kep. anal. Oh. 1886. 6, 604;G. de Negri u. G. K.-il.ris, Ztschr. anal. Chem. 1894. 33, 553; H. Kreis,Chem.-Ztg. 1895. 19, 451. 3 Ztschr. anal. Chem. 1887. 26, 557.