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Die Eosafärbung wird aber erst dann auftreten, wenn alles Alkalivon der Säure neutraltsiert und ein Überschuß der letzterenzugesetzt worden ist. Dieser Überschuß an Säure bedingt einenFehler in der Analyse, der um so größer ist, je mehr man von demIndikator verwendet und je verdünnter die Lösung ist.
Wir sehen daraus, daß je schwächer der saure Charakter desIndikators, desto empfindlicher ist er. Dasselbe gilt natürlich vonIndikatoren von basischem Charakter.
Aus dem Gesagten ergibt sich die wichtige Regel:
Man verwende bei der Titration stets die geringstmögliche Monge des Indikators, und da der Umschlagder Farbe von der Konzentration, nicht von der ab-solut e n M e 11 g e der Säure abhängig ist, so trachte mandanach, der zu titrierenden Lösung dieselbe Konzen-tration zu geben, welche bei der Titerstellung derX orma 11 ösung vorhanden war.
Sehr scharf ist der Umschlag bei Anwendung von 100 cemLösung und Titration mit 1 / 1 normaler Säure. Auch noch bei 1 j-normaler Säure ist der Umschlag sehr deutlich, weniger bei l / 10 nor "malen Säuren, doch ist der Indikator auch hier sehr gut zu ver-wenden, wenn man bei der Titerstellung dieselbe Verdünnung be-nützt wie bei der Analyse.
Wie steht es mit dem Fndpunkte beim Titrieren einer Säuremit Alkalihydroxydlösung und Methylorange als Indikator?
Fügen wir einige Tropfen Methylorangelösung zu 100 cem Wasser,so werden diese deutlich gelb gefärbt. Denken wir unsnun, es sei in diesen 100 cem Wasser so viel gasförmiger Chlor-wasserstoff enthalten, wie in 10 cem einer Vio normalen Salzsäure,so wird die Lösung stark rot. Um aber die ursprüngliche Gelb-färbung wieder zu erhalten, müßte man genau 10 cem — Alkali-hydroxydlösung hinzufügen, aber keinen Überschußan Alkali,weil das Wasser an und für sich genügt, um die freie Sulfosäureso weit zu zerlegen, daß Gelbfärbung auftritt.
Hieraus ist ersichtlich, daß es nicht einerlei ist,ob man,bei Anwendung von Methylorange, die Titrationmit der Säure oder mit der Lauge beendet. Im ersten
FallewirdmanfürT cem — A1 k a 1 i 1 ö s u n g T 4- t c cm und
10 b '
im 1 etzton Falle genau T cem
n10
Säure nötig haben.
Methylorange ist also gegen Alkalien empfindlicher als gegenSäuren und doch pflegen viele die Titrationen mittels dieses Indi-
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