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Allein für Fällungsanalysen, z. B. für die Abscheidung desBaryums als Baryumchroinat, müssen wir nicht 49"08 g, sondern 73 - 62 gKaliumdichromat zum Liter lösen, denn aus der Fällungsgleichung
K ä Cr 2 0 7 -j-2 BaCl 2 -f-2 NaC 2 H 3 0 2 = 2 KOI+2 NaCl-}--f 2 C 2 H 4 0 2 + 2 BaCr0 4geht hervor, daß
1 G-. Mol. K 2 Cr 2 0, 2 G. At. Baryurn fällen, entsprechend 4 G. At. H.und V 4 G. Mol. K 2 Cr 2 0 7 = -^— = 73-62 g fällt i/ 2 G. At.Baryum, entsprechend 1 Gr. At. H.
Wir sehen aus diesen Beispielen, daß die zumLiter zu lösende 31 enge Substanz sich lediglich nachdem Zwecke richtet, dem sie dienen soll.
Herstellung von Normallösungen.
Man sollte die erforderliche Menge Substanz in 1 Liter Wasservon 15 ü C lösen. Da in den meisten Fällen das Wasser eine andereTemperatur als die normale (15° C) haben wird, so löst man dieerforderliche Menge Substanz im Literkolben in Wasser von belie-biger Temperatur, füllt bis zur Marke auf, mischt und bestimmtmittels eines empfindlichen Thermometers die Temperatur der Lösung.Ist die Temperatur der Lösung höher als 15°, so würde das Volumderselben beim Abkühlen auf 15° kleiner als ein Liter, die Lösungsomit zu stark, und im umgekehrten Fall zu schwach sein. Der sobegangene Fehler berechnet sich wie folgt:
Die Lösung, als auch der Literkolben sollen die Temperatur t°haben. Der kubische Ausdehnungskoeffizient des Glases sei = et, derder Lösung = ß. Das Volum des Kolbens und daher auch der Lösungist=1000.[l + a(t— 15)] cem, aber 1000.[1 -4-a (t — 15)] cemLösung von t° würden bei 15° ein Volum einnehmen von:
„™ l + a(t— 15)1QQ0 - l + ß(t-15) Cm
Die Beträge, um wie viel das abgemessene Volum kleiner odergrößer als 1000 cem ist, sind von W. Schlösser 1 ) für verschie-dene Temperaturen berechnet und in der auf Seite 414 folgendenTabelle zusammengestellt.
x ) W. Schlösser, Über maßan. Meßger., Ch. Ztg. 1904, S. 4. — Vgl.auch: W. Schlösser, Reduktion des bei der Temp. t beobachteten Volumensvon Titrierflüssigkeiten auf dasjenige bei Normaltemp. Ch. Ztg. 1905, S. 510.