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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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330
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Rom.

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zähH noch mit seltenen Ausnahmen zu <\en gesundesten Monaten. Aberauch ausserhalb der eigentlichen Fieberzeit kommen Malaria-Infectionenvor, so im Frühling und selbst im Winter, falls derselbe milde undreich an Niederschlägen ist. Das Stadtgebiet, welches von der Piazzade! Popolo südwärts bis zum Kapitol und bis S. Pietro in Vincoli, west-wärts bis an den Tiber und ostwärts bis zum Quirinal und bis Sa.Maria. Maggiore sich erstreckt, gilt für immun, so dass es zu keinerJahreszeit von der Malaria getroffen wird. Andere Quartiere werdenmehr und mehr assanirt. so dass man heutzutage in einem sehr grossenTheil Roms vom Fieber um so weniger zu fürchten hat, wenn man mil-den Spätherbst, Winter und Frühling dort zubringt, die Monate Julibis September aber vermeidet, und wenn man überdies eine trockeneWohnung besitzt. Da aber auch im Frühling und Herbst und selbstim Winter in einzelnen Bezirken Fieberfälle vorkommen, und bei jed-weder Erkrankung ein gewisser Einfluss der Malaria sich geltend macht.so hat der Fremdling einige Vorsichtsmassregeln zu beobachten. Manhüte sich davor sich nach Sonnenuntergang an solchen Orten aufzuhalten,welche nachweislich der Malaria, leicht, zugänglich sind. Man vermeideAbends die Gärten und Villen in der Umgegend besonders im Südender Stadt so wie auch den Besuch des Colosseums zu später Stunde.umsomehr wenn ein kalter Wind geht oder wenn es kurz vorher ge-regnet bat. Man vermeide sich Abends im Freien hinzusetzen, undselbst abendliche Spazierfahrten im offenen Wagen sind nicht unbedenk-lich. Man beuge überhaupt jeder Erkältung vor, theils durch warmeBekleidung (Flanell auf blossem Leibe), theils indem man, besonderswenn man schwitzt, sich vor schroffen Temperaturwechseln hütet. Manfahre nach einer Kirche oder Gallerie, die man besichtigen will, undnehme (\cn Rückweg zu Fuss. Es umgekehrt zu machen hat seine Ge-fahr. Die Reizbarkeit der Haut ist in Rom grösser wie im Norden, woman unter ähnlichen Voraussetzungen mit einem Schnupfen davon-kommt, während man in Rom sich eine [ntermittens zuzieht. Niemalsschlafe man in Rom bei offenem Fenster, mag die Luft draussen nochso schwül sein. Durch die immer weiter fortschreitende Kanalisation,durch die zunehmende Reinlichkeit, durch seinen Reichthum an vor-trefflichem Trinkwasser und Dank seinem milden Klima, muss Rom i" 1Allgemeinen als eine gesunde Stadt bezeichnet werden. Die Mortalitäts-ziffer ist nach Balestra 22.6 "/. Abdominaltyphus kommt epidemischnicht vor, doch sind stets einzelne Fälle, welche gewöhnlich nur mit