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Handbuch der speciellen Klimatotherapie und Balneotherapie : mit besonderer Rücksicht auf Mittel-Europa zum Gebrauch für Aerzte
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Rom.

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massigen Hirnerscheinungen aber mit starker zu Blutungen neigenderDarmaffection complicirt sind, in der Behandlung der Aerzte. Es wirdbehauptet, dass der Typhus öfters von Neapel eingeschleppt würde.Diphtheritis ist selten. Bronchitis, Pneumonie, Pleuritis und Rheuma-tismus acutus sind im Winter bei Eintritt der Tramontana und in denüebergangsepochen recht häufig, dagegen scheinen Pneumonie und Pleu-ritis selten den Ausgang in Phthisis zu nehmen. Alle mit den endemi-schen Krankheiten vertrauten Aerzte sind der Ansicht, dass chronische''Augenkrankheiten in Rom seltener seien als im Norden. Keuchhustenls t ziemlich häutig aber in milder Form. Augenkrankheiten sind sehrverbreitet. Skropheln und Chlorose trifft man seltener als in andernStädten Italiens. Erwägt man die Vorzüge, die Rom als Aufenthalt fürKranke aus dem Norden und speciell als klimatischer Winterkurort hat, sofindet man, dass der Ort mit der Riviera verglichen kühler, staubfreier,vielleicht auch windstiller ist. Die sicilianischen Kurorte, wenn aucherheblich wärmer, sind den Winden weit mehr exponirt als Rom. InBezug auf Feuchtigkeit zählt es zu den trockenen Orten und steht derRiviera sehr nahe. Die massig tonisirende Kraft des römischen Klimashat einen günstigen Einfluss auf Skrophulose und Chlorose. Zarte.schwächliche Kinder befinden sich dort ebenso wohl wie Greise. Beigehöriger Vorsicht kommen auch Katarrhe der Luftwege zur Heilung.«Es sind mir, sagt Erhardt, in meiner 30jährigen Erfahrung in Romzahlreiche Fälle vorgekommen, wo langjährige Bronchitcn, chronischePneumonien und Lungenphthisen in friihroron und mittleren Stadienz «m Stillstand, zu (lauernder Besserung und selbst zur Heilung gelangten,besonders nach mehrjährigem Aufenthalt, sei es dass die Sommer imNorden oder in Italien zugebracht wurden." Besonders wohlthätig zeigts "'!i dabei der Wechsel zwischen dem römischen Winter und demSommer im Hochgebirge. Das Trinkwasser, so wohlschmeckend es ist.bat den üebelstand, dass es viel kohlensauren Kalk enthält und leicht.°bstructionen herbeiführt. Es scheint auch keine Frage, dass es dieisache der in Rom so häufig vorkommenden Blasensteine ist. Rheu-matiker und Arthritiker, und insbesondere mit Neigung zur LithiasisBehaftete thun jedenfalls gut im Genüsse des Trinkwassers vorsichtig zusein und besser noch durch Erhitzen die erdigen Bestandteile so weitw ie möglich zu entfernen. In der nächsten Umgebung von Rom ent-8 Pringen auch einige Mineralquellen, so die Acqua acetosa (Aoquafredda aeidula gazosa) in der Nähe des Ponte molle, ein alkalischer

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