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man sich, ehe man zur dritten Gruppe übergeht, ob nichtbei stärkerer Verdünnung doch Niederschlag entsteht; eskönnte durch Anwesenheit zu großer Säuremengen dieFällung verhindert worden sein.
Aus salzsäurehaltigen Lösungen fällt Blei bei unzu-reichendem Einleiten von H 2 S zunächst rot als Sulfo-chlorid, Pb 2 SCl 2 , das dann bei weiterem Einleiten inschwarzes PbS übergeht. — In Quecksilberoxydlö-sungen entstehen analog zuerst weiße Niederschlägevon Doppel salzen, z. B. Hg 3 S 2 Cl 2 , die bei weiteremEinleiten gelb, braun und schließlich schwarz werdendurch Ueberführung in HgS. — Arsenige Säurewird direkt gefällt, Arsensäure erst allmählich, ra-scher jedoch beim Erwärmen. Vgl. pag. 53.
Beim Einleiten von H 2 S kann ferner Schwefel(auf Löslich keit in Schwefelkohlenstoff zuprüfen!) sich abscheiden. Diese Abscheidimg könnenverursachen:
1. Chlor, Brom, Jod, salpetrige Säure,Untersalpeter säure etc. infolge der Oxydation desSchwefelwasserstoffs zu Schwefel, z. B.
Cl 2 + H 2 S = 2HC1 + SN 2 0 3 + H 2 S = 2N0 + H 2 0 + S.Auch stark salpetersäurehaltige, sowie Königs-wasser lösun gen scheiden selbstverständlich Schwefelab. — Man verjage durch Eindampfen die Hauptmasseder Säuren etc., verdünne mit Wasser und wiederhole dasEinleiten von H 2 S.
2. Schweflige Säure: (vgl. pag. 128).
3. Eisen oxydsalze infolge der Reduktion zuEisenoxydulsalzen:
2FeCF + H 2 S = 2FeCl 2 + 2HC1 + S.Die Lösung wird hiebei entfärbt.
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