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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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Schwefelsäure zu und erhitzt, anfangs schwächer, schließ-lich stärker, zur Verjagung der überschüssigen Säure. DieSchwefelsäure führt die kieselflußsauren Salze in Sulfateüber, wahrend Kieselfluorwasserstoff entweicht:

MSiFl 6 + H 2 S0 4 = H 2 SiFl° + MSO\Die zurückbleibenden Sulfate werden in Wasser und etwasSalzsäure gelöst.

Hat man Silicate, die Ba, Sr oder Ca enthalten, nachdieser Methode aufgeschlossen, so ist es, besonders beibeiden ersteren erforderlich, zum Schlüsse noch das Ba-,Sr- oder Ca-Sulfat durch Schmelzen mit Alkalicarbonataufzuschließen (s. pag. 114).

e) Häufig ist es, bei Gesteinsanalysen z. B., vonInteresse zu erfahren, ob außer Silicaten, die durch Säu-ren nicht zerlegbar sind, nicht auch zerlegbare vorhandensind, resp. eine Trennung derselben durchzuführen. Zudiesem Behufe behandelt man, nachdem man eventuellmechanisch (durch Auslesen der zerkleinerten Massen) daseigentliche Mineral von der Gangart möglichst geschieden,das fein gepulverte Mineral zunächst mit Salzsäure, ver-dampft, wie oben angegeben, zur Trockne und zieht nundie Chloride, die dem zerlegbaren Silicat entsprechen, aus.Dem Rückstande, der Kieselsäure und unzerlegtes Silicatenthalten kann, entzieht man erstere durch Kochen mitkohlens. Natrium und etwas Natronlauge, welche die ausdem zerlegbaren Silicate frei gemachte Kieselsäure aufneh-men und sie nach dem Zersetzen mit Salzsäure, Eindampfenund Ausziehen mit Wasser als leichtes weißes Pulverhinterlassen. Bleibt nach dem Auskochen mit Sodalösungwieder ein Rückstand, so ist dieser, das unzerlegbare Sili-cat, nach b, c und d weiter zu prüfen.