78
eines Sulfides aus der Lösung des entsprechenden Me-tallsalzes hängt mit der Löslichkeit oder Unlöslichkeit desSulfides in der betreffenden Säure zusammen, vgl. p. 7.)
c) Zur Erkennung von Schwefelwasserstoffgas benutztman Streifen von Filtrierpapier, die mit einer Lösung vonessigs. Blei (oder von Bleioxydkali s. u.) ge-tränkt sind; sie werden braun bis schwarz gefärbt (Bil-dung von PbS). — Gibt man zu einer Lösung, die Schwe-felwasserstoff oder ein Schwefelmetall enthält, einige Tro-pfen einer alkalischen Lösung von Bleioxyd(z. B. K 2 Pb0 2 ), so entsteht bei Anwesenheit auch dergeringsten Spur noch deutliche Braunfärbung.
d) Eine Lösung von Nitrop russid natr i um (wohlNa 2 FeC 6 N 6 (NO) wird durch lösliche Sulfide, nicht aberdurch freien Schwefelwasserstoff violett gefärbt.
e) Im Glühröhrchen erhitzt geben manche Schwefel-metalle z. B. Sb 2 S B , FeS 2 ^ ein Sublimat von Schwe-fel. — In einer an beiden Enden offenen, schief liegen-den Glasröhre erhitzt, werden die Sulfide unter Bil-dung von schwefliger Säure oxydiert. — Vor demLötrohr (in der Reduktionsflamme) mit Na 2 C0 3 erhitzt,liefern sie Schwefelnatrium, am Verhalten zublankem Silber zu erkennen (vgl. pag. 57).
8. Salpetrige Säure.
a) Die salpetrig s. Salze (Nitrite, Verbin-dungen des Anions NO 2 ') sind zum größten Teile inWasser löslich. — Verdünnte Salzsäure und Schwefelsäureentwickeln aus ihnen salpetrige Säure (braunroteDämpfe).
b) Essigs. Blei färbt die Lösungen der salpetrigs.Alkalien gelb.
c) Salpetrigs. Silber fällt weißes salpetrigs.