Druckschrift 
Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
Seite
13
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

13

NH 3 bildet mit H 2 0 dann NH 4 OH. Die Reaktion wirddurch das Hydroxylion des NH 4 OH hervorgerufen.

Man kann das Ammoniak auch dadurch nachweisen,daß man einen mit einer Lösung von Salpeters.Quecksilberoxydul befeuchteten Streifen von Fil-trierpapier den entweichenden Dämpfen aussetzt; er wirdsofort schwarz (vgl. bei Quecksilberoxydul).

c) Platinchlorid fällt gelbes krystallini-sches Ammoniumplatin chlorid, (NH 4 ) 2 PtCl 6oder 2NH 4 C1 PtCl 4 (vgl. bei Kalium). Das Doppel-salz bildet ebenfalls Oktaeder.

d) Weinsäure und saures weinsaures Na-trium fällen krystallinisches saures weinsauresAmmonium, H(NH 4 )(C 4 H 4 0°) (vgl. bei Kalium).

e) Bezüglich des Nachweises von Ammoniak-spuren mittels der Neßler sehen Lösung vgl. Maß-analyse, Unters, d. Wassers.

f) Mit Nat riumkobaltinitrit geben die Am-nion Verbindungen ähnlichen Niederscblag, wie die K a-li um salze, nur ist die Reaktion weniger empfindlich.

ZWEITE GRUPPE.

Die Salze von Baryum, Strontium, Calcium und Ma-gnesium, die zweiwertigen Kationen Ba " ', Sr ' ', Ca " ' undMg' enthaltend, werden durch kohlensaure Alka-lien gefällt; es entstehen Carbonate BaCO 3 , SrCO 3 ,CaCO 3 (Verbindungen des zweiwertigen Anions CO 3 "), beiMagnesium basisches Salz, z. B. Mg 4 (C0 3 ) 3 (OH) 2 .BaCl 2 + Na 2 CO s = BaCO 3 + 2NaCl.4MgS0 4 + 4Na 2 C0 3 + H 2 0 = Mg 4 (C0 3 ) 3 (01D 2 +

4Na 2 S0 4 + CO 3 .In ursprünglich sauren Lösungen, sowie bei Anwen-dung des gewöhnlichen (anderthalbfach) kohlensauren Am-