11
stallinischen Niederschlag, saures weinsauresKalium HKC 4 H 4 0 6 :
HNa(C 4 H 4 0 6 ) + KNO 3 = HK(C 4 H 4 0 6 ) + NaNO 3 .
Alkalische Lösungen versetzt man hiebei mit etwasEssigsäure H(C 2 H 3 0 2 ). Auch kann man mit Weinsäurefällen, doch ist hiebei essigsaures Natrium zuzusetzen:H*C 4 HK) 8 +KN0 8 +NaC*H 8 0 2 -HK(C 4 H 4 O ß ) + NaN0 3 +
H-C 2 H 3 0 2 .
Verdünnte Kaliumlösungen geben erst bei längeremStehen den stets körnig krystallinischen Niederschlag. (Esverbindet sich das einwertige Anion C 4 H 4 0 (i H' mit K").
c) Kiesel fluor Wasserstoff säure fällt durch-scheinendes Kieselfluorkalium, K 2 SiFl 6 , anscheinendamorph (Verbindung des Anions SiPl 6 " mit 2K).
Dieses Salz ist in heißem Wasser ziemlich leicht löslich.
d) Eine Lösung von Natriumkobaltinitrit 1 )gibt in einigermaßen konzentrierten Kaliumsalzlösungensofort einen gelben krystallinischen Niederschlag von sal-petrigsaurem Kobaltoxydkali (Kalium-Kobaltini-trit) Co(N0 2 ) 3 . 3KN0 2 (Verbindung des komplexen Anions"'Co(N0 2 )° mit 3K-):
Co(N0 2 ) 3 + xNaNO 3 + 3KC1 = K 3 Co(N0 2 ) 6 +
3NaCl + (x-3)NaN0 2 .Bei verdünnten Lösungen tritt der Niederschlag all-mählich ein; ganz verdünnte Lösungen geben keine Reaktion.
e) Die Kaliumsalze färben die Flamme blau-violett. Siehe III, a, 5: Prüfung der Flammen-färbung! Betrachtet man die Kaliumflamme durch einmit Indigolösung gefülltes Prisma oder durch einblaues Glas (Kobaltglas), so erscheint sie carmoi-sinr ot.
1) Man versetze eine etwa zehnprozentige Lösung von Na-triumnitrit mit etwas Kobaltchlorür und mit Essigsäure.