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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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Ringe mit mehr als zehn Gliedern.

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achtgliedrige cyclische Mercaptole (vgl. S. 1564 die in solchem Sinne ver-laufenden Siebenring-Bildungen); die Reaktion ergibt vielmehr, wie dieMolekulargewichtsbestimmung des entstehenden wohlkrystallisierten Stoffs(Schmelzp.: 117118°) zeigt, ein Produkt doppelter Molekulargröße, demhiernach die Formel VII (s. u.) mit sechzehngliedrigem Eing zuzuschreiben

VII) H C ^ CI VCH 2 .S-C(CH 3 ) 2 .S.CH 2 .CH 2 H

ist. Man kann diesen Verlauf als eine Bestätigung der S. 1560 an-gedeuteten Betrachtungen auffassen, nach denen vielgliedrige Ringe mitgeringererSpannung" zustande kommen können, als Ringe mit einerniederen von fünf und sechs abweichenden Gliederzahl. Wie das Penta-methylen-dimercaptan, so tritt auch das »i-Xylylen-dimercaptan nur mitKetonen (nicht mit aromatischen Aldehyden) zu krystallisierten Konden-sationsprodukten zusammen, die ebenfalls den sechzehngliedrigen Ringmit vier Schwefel-Atomen enthalten (s. Formel III auf S. 1561). Dasj)-Xyly]en-dimercaptan liefert mit aromatischen Aldehyden in befriedigen-der Ausbeute prächtig krystallisierende Kondensationsprodukte, derenMoleküle durch einen Ring von 18 Gliedern (14C und 4S) ausgezeichnetsind. Ihr einfachster Vertreter das cyclische Duplo-[benzaldehyd-2>-xylyleninercaptal], das schon S. 1561 in Formel IV als Beispiel fürpara-Ringschluß herangezogen wurde, schmilzt scharf und ohne Zer-setzung bei 248249°. Bemerkenswert ist die Beständigkeit dieser Ver-bindungen. Nascenter Wasserstoff spaltet aus ihnen weder Schwefel-wasserstoff noch Mercaptan ab; mehrstündiges Kochen mit alkoholischerKalilauge läßt sie unverändert; Permanganat-Schwefelsäure-Gemisch führtsie ohne Ringsprengung in cyclische Tetrasulfone über. Nur durch längereEinwirkung von rauchender Salzsäure bei 180° erleiden sie unter starkerVerkoblung eine weitergehende Zersetzung.

Eine andere Versuchsreihe, aus der ebenfalls schon bei den Ringenniederer Gliederzahl einiges berichtet worden ist (vgl. S. 15731574,1576).verdanken wir M. Schultz, welcher die Einwirkung von Ammoniak undAminen auf die Xylylendibromide systematisch verfolgte. Aus demo-Xylylen-piperidiniumbromid (Formel III auf S. 1106) erhielt er durchzehnstündiges Erhitzen mit konz. Ammoniak auf 200° das elfgliedrigePentamethylen-o-xyly]endiainin:

VIII)

CH a .NH.CH,-CH,.

CH 2 -NH.CH,-CH,

)CH,

Es stellt eine farblose Flüssigkeit von seh wachem Geruch dar, siedet unter18mm Druck bei 180182"und ist durch mehrere Reaktionen als zweifach sekun-däres Amin gekennzeichnet.

Endlich ist über Versuche von Ruggli zu berichten, in welchen daso,o- Diamino-tolan der Umsetzung mit den Dichloriden der gesättigten