1572
Bis - trimethylen-diamin usw.
wald auf ähnliche Weise gewonnen worden, wie es S. 1566 für dasnächstniedere Ring-Homologe — Äthylen-trimethylen-diamin — er-
VIII) H »<CH .NH.CH.
XO-NH-.
>CH,
IX)
"Nnh.
läutert wurde 1 (Kombination von Trimethylen-bis-p-toluolsulfamid mitTrimetbylenbromid analog Gleichung F, darauf Spaltung mit Salzsäure).Sie schmilzt bei 14—15°, siedet bei 186—188°, riecht schwach am-moniakalisch, raucht an der Luft, löst sich in Wasser und wird darausdurch Kali ölig abgeschieden.
Ein diquartäres Derivat 2 entsteht durch spontane, bei gewöhnlicher Tem-peratur einige Monate erfordernde Polymerisation des Dimethyl-[j'-chlor-propyl 1 -
CH 2 C12±l3 °\CH 2 .N(CH 3 ) 2
/ CH,.N(CH,),C1.CH 8 ^2 ^CH ä -N(CH 3 ). 2 Cl-CH 2 ^ *
(K)
beim Kochen mit Kalilauge spaltet es sich unter Bildung von Dimethyl-allylamin,Tetramethyl-trimethylendiamin (CH 3 ) 2 N-CH 2 'CH 2 -CH 2 -N(CH 3 ) 2 und einer Verbin-dung C 6 H 10 O.
Der gleiche Ring liegt — zweifach mit Benzol orthokondensiert 3 —in dem Dianthranilid * (Formel IX, s. o.) vor, das in seiner Strukturdem «-Disalicylid, Dithiodisalicylid und Phenylen-o-sulfonylid (FormelnIII — V auf S. 1569) entspricht. Scheoetee und Eisleb kamen zu Deri-vaten dieser Verbindung, welche an den beiden Stickstoff-Atomen durchnegative Reste substituiert sind, durch Abspaltung von Chlorwasserstoffaus entsprechend substituierten Anthranilsäure-chloriden mit Hilfe vonPyridin, z. B.:
2C 6 H 4 <'
COC1NH(S0 2 -C 6 H 6 )
= 2 HCl + C 6 H 4 <
.CO.N(S0 2 .C 8 H 5 k-N(S0 2 .C 6 H 5 )-C0-< c " '
(L)
Aus dem so erhaltenen Dibenzolsulfonyl-Derivat, dessen Molekulargrößekryoskopisch und ebullioskopisch kontrolliert wurde, konnten sie dieBenzolsulfonsäure-Reste abspalten, indem sie seine Lösung in Schwefel-säuremonohydrat mit Essigsäureanhydrid versetzten und das entstandeneAcetyl-Derivat durch kurzes Kochen mit Alkali verseiften.
1 Mabckwald, v. Deoste-Huelshoff, B. 31, 3265 (1898). — Howard, Mabck-wald, B. 32, 2038 (1899).
2 Knobb, P. Roth, B. 39, 1420 (1906). — Vgl. dazu v. Braun, A. 386, 297,303 (1912).
Über eine Verbindung, die vielleicht ein entsprechendes spirocyclisches Deri-vat sein könnte, s.: Hörlein, Kneisex, B. 39, 1429 (1906). — Gabriel, Colman, B. 39,2875 (1906). — S. auch M. Scholtz, B. 35, 3053 (1902).
3 S. ferner Sondheiher, B. 29, 1272 (1896).
4 Schroeteb, B. 40, 1610 (1907). — Scheoetee, Eisleb, A. 367, 101 (1909). —Hellee, B. 49, 530, 548 (1916).