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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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Bis - trimethylen-diamin usw.

wald auf ähnliche Weise gewonnen worden, wie es S. 1566 für dasnächstniedere Ring-Homologe Äthylen-trimethylen-diamin er-

VIII) H »<CH .NH.CH.

XO-NH-.

>CH,

IX)

"Nnh.

läutert wurde 1 (Kombination von Trimethylen-bis-p-toluolsulfamid mitTrimetbylenbromid analog Gleichung F, darauf Spaltung mit Salzsäure).Sie schmilzt bei 1415°, siedet bei 186188°, riecht schwach am-moniakalisch, raucht an der Luft, löst sich in Wasser und wird darausdurch Kali ölig abgeschieden.

Ein diquartäres Derivat 2 entsteht durch spontane, bei gewöhnlicher Tem-peratur einige Monate erfordernde Polymerisation des Dimethyl-[j'-chlor-propyl 1 -

CH 2 C12±l3 °\CH 2 .N(CH 3 ) 2

/ CH,.N(CH,),C1.CH 8 ^2 ^CH ä -N(CH 3 ). 2 Cl-CH 2 ^ *

(K)

beim Kochen mit Kalilauge spaltet es sich unter Bildung von Dimethyl-allylamin,Tetramethyl-trimethylendiamin (CH 3 ) 2 N-CH 2 'CH 2 -CH 2 -N(CH 3 ) 2 und einer Verbin-dung C 6 H 10 O.

Der gleiche Ring liegt zweifach mit Benzol orthokondensiert 3in dem Dianthranilid * (Formel IX, s. o.) vor, das in seiner Strukturdem «-Disalicylid, Dithiodisalicylid und Phenylen-o-sulfonylid (FormelnIII V auf S. 1569) entspricht. Scheoetee und Eisleb kamen zu Deri-vaten dieser Verbindung, welche an den beiden Stickstoff-Atomen durchnegative Reste substituiert sind, durch Abspaltung von Chlorwasserstoffaus entsprechend substituierten Anthranilsäure-chloriden mit Hilfe vonPyridin, z. B.:

2C 6 H 4 <'

COC1NH(S0 2 -C 6 H 6 )

= 2 HCl + C 6 H 4 <

.CO.N(S0 2 .C 8 H 5 k-N(S0 2 .C 6 H 5 )-C0-< c " '

(L)

Aus dem so erhaltenen Dibenzolsulfonyl-Derivat, dessen Molekulargrößekryoskopisch und ebullioskopisch kontrolliert wurde, konnten sie dieBenzolsulfonsäure-Reste abspalten, indem sie seine Lösung in Schwefel-säuremonohydrat mit Essigsäureanhydrid versetzten und das entstandeneAcetyl-Derivat durch kurzes Kochen mit Alkali verseiften.

1 Mabckwald, v. Deoste-Huelshoff, B. 31, 3265 (1898). Howard, Mabck-wald, B. 32, 2038 (1899).

2 Knobb, P. Roth, B. 39, 1420 (1906). Vgl. dazu v. Braun, A. 386, 297,303 (1912).

Über eine Verbindung, die vielleicht ein entsprechendes spirocyclisches Deri-vat sein könnte, s.: Hörlein, Kneisex, B. 39, 1429 (1906). Gabriel, Colman, B. 39,2875 (1906). S. auch M. Scholtz, B. 35, 3053 (1902).

3 S. ferner Sondheiher, B. 29, 1272 (1896).

4 Schroeteb, B. 40, 1610 (1907). Scheoetee, Eisleb, A. 367, 101 (1909).Hellee, B. 49, 530, 548 (1916).