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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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Dioxy-1.2.4-triaxine.

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(bzw. 5.6-Diaryl-3-oxo-1.2.4-triazin-dihydride) sind gelbliche kry-stallisierbare Stoffe und bilden sowohl mit Säuren, wie mit Basen Salze.Die Salze mit Säuren werden durch Wasser vollständig hydrolysiert:diejenigen mit starken Basen lösen sich in viel Wasser, wenn ein ge-wisser Überschuß an Base vorhanden ist. Durch Reduktion mit Zink-spänen in einem Gemisch von Alkohol und Essigsäure gehen dieseOxytriazine in 5.6-Diaryl-3-oxy-1.2.4-triazin-dihydride (bzw. 5.6-Diaryl-3-oxo-1.2.4-triazin-tetrahydride) über, deren einfachsterVertreter auch aus Benzoin und Semicarbazid erhalten werden kann:

C 6 H 5 -CO-CH(OH)-1- HjN-NH-

C 6 H 5NH 2 - 2H 2 0 = CH 5 .C-CH.NH ,-CO N-NH-CO

(I)

und die in farblosen Nadeln krystallisieren und weder mit Säuren nochmit Alkalien Salze bilden.

Das 5.6-Dipheiiyl-3-oxy-1.2.4-triazin Produkt der Gleichung H (s. o.).sintert von 190° an und schmilzt bei 225226° (korr.); mit Dimethylsulfat undNatriummethylat in Methylalkohol liefert es einen j\ r -Methyl-äther. Das 5.6-Diphenyl-3-oxo-1.2.4-triazin-tetrahydri(l-(2.3.4.5) Produkt der Gleichung I(s. o.) schmilzt bei 275276°. Durch längeres Erhitzen mit Jodwasserstoffsäureund Phosphor auf 180° wird es unter Abspaltung von Ammoniak in 4.5-Diphenyl-glyoxalon (S. 478) übergeführt.

Verbindungen mit zwei Sauerstoffatomen, die als 3.5-Dioxy-1.2.4-triazine oder als 3.5-Dioxo-1.2.4-triazin-tetrahydride auf-gefaßt werden können, entstehen aus den Semicarbazonen der «-Keton-säuren durch Wasserabspaltung unter der Einwirkung verdünnter Alkali-laugen 1 (zuweilen schon in der Kälte), z. B.:

C 6 H 3 .CCO-OH NEUN-NH-----------CO

H.,0 =

C 6 H 5 -C-CONHN-NHdo

bzw.

C 6 H 5 .C-Ci0H):N

N X C-OH

(K)

im einfachsten Falle aber beim Semicarbazon der Brenztrauben-säure gelingt die Keaktion nicht. Es sind krystallisierbare Stoffe,die ohne Zersetzung schmelzen, in Wasser unlöslich sind, aber vonkochendem Alkohol gelöst werden. Sie besitzen saure Natur und ver-halten sich bei der Titration in Alkohol mit Phenolphthalein einsäurig.

Diels, A. vom Doep, B. 36, 3184, 3190 (1903). H. Biltz, B. 38, 1417 (1905).A. 339, 243 (1905). S. auch Eolla, G. 38, I, 342 (1908).

Über N- Aryl-Derivate von Oxy- 1.2.4-triazin-dihy driden s.: Widman,15. 26, 2612, 2616 (1893). Harmes, B. 28, 1227 (1895).

1 Locquist, Bl. [3] 35, 964 (1906). Bougault, A. eh. [9] 5, 317 (1916). C.1916, II, 742.