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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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peri-Aximinö-napMkalin.

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hielten es durch die Einwirkung von salpetriger Säure auf o-Amino-henzamid:

.CO -NIL, /CO'NH

6 4 \NH " + 2 = 2H2 ° + ° öH4 \N=N

(E)

da dieser Vorgang an die Bildung der Azimide aus o-Diaminen erinnert(vgl. S. 579580), nannten sie es ßenzazimid. Zur Darstellung eignetsich seine Bildung aus o-Diazo-benzoesäureester durch Einwirkung vonAmmoniak. Die merkwürdige Entstehung aus 3-Amino-indazol durchOxydation ist schon S. 433 (Gleichung X) mitgeteilt.

Benzazimid krystallisiert in weißen Nadeln, schmilzt bei 213° unter Auf-schäumen und löst sich spielend in Alkohol, schwer in kaltem Benzol oder Wasser,leicht in heißem Wasser. Es wird sowohl von verdünnten Ätzalkalien wie von Am-moniak leicht gelöst und aus diesen Lösungen durch Säuren wieder gefällt. Konzen-trierte Salzsäure nimmt es in der Kälte auf und läßt es auf Wasserzusatz wieder un-verändert fallen. Beim Erhitzen mit starker Alkalilauge entsteht unter Stickstoff-Entwickelung o-Amino-bcnzoesäure; beim Erhitzen mit starker Salzsäure auf 120°bis 130° entstehen o-Chlor-benzoesäure und Salicylsäure. Es gibt mit ra-Naphthyl-amin in Eisessig Rotfärbung (Kuppelung ähnlich Gleichung C, S. 1510). SeinNatriumsalz liefert beim Erhitzen mit Methyljodid in Alkohol auf 110120° dasj\ r -Methyl-Derivat (Formel IX, s.u.). Das analoge iV-Phenyl-Derivat 1 {N-Phenyl-(?-phentriazon) entsteht sowohl aus o-Amino-benzanilid durch salpetrigeSäure (analog Gleichung E, s. o.), wie aus Diazoaminobenzol-o-carbonsäureesterbeim Kochen mit wäßrigem Alkohol:

/CO-OCH, /CO-N-C 6 H 5

<N:N.NH.C f TL " CH -° H + <N=N

(F)

und wird durch warmes alkoholisches Alkali zur Diazoaminobenzol-o-carbonsäureaufgespalten. Aus o-Amino-benzenylamidosim erhält man durch salpetrige Säure

IX) C,H,

^CO-N-CH.,

\n=n

X) C 6 H,

C(:N-OH)-NH

N

das Ö-Phentriazon-oxim 2 (X), das bei der Reduktion mit Zinnchlorür und Salz-säure o-Cyan-phenylhydrazin liefert.

Mit Naphthalin perikondensiert liegt das 1.2.3-Triazin in dem 1.8-Azimino-naplithalin 8 (Napkthi-1.2.3-triazin-dihydrid, Formel XI,S. 1512) vor, das aus 1.8-Diamino-naphthalin durch salpetrige Säure ent-steht, dem Perimidin (S. 1244ff.) vergleichbar ist und wie dieses sichdurch Farbigkeit auszeichnet. Es krystallisiert aus Benzol in roten

1 Piotet, Gonset, C. 1897, I, 413. Mehner, J. pr. [2] 63, 266, 311 (1901);64, 75 (1901). S. auch A. König, Reissert, B. 32, 783, 792 (1899).

2 PlNNOW, Sämann, B. 29, 624, 625 (1896). Gabriel, B. 36, 805 (1903).

3 de Aoüiar, B. 7, 315 (1874). Bad. ANn.iN-.tr. Sodap*, D.R.P. 147852 (Prdl.7, 131). F.Sachs, A. 365, 59, 63 (1909). S. auch: Cassella & Co., D.R.P.69963 (Frdl. 3, 467), 77425 (Fedi. 4, 766). Morgan, Micklethwait, Soc. 89, 5,10 (1906).