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Komensäure.
und führt von diesem Vorkommen lier ihren Namen (n^xcov = Mohn);durchschnittlich sind im Opium 5 °/ 0 dieser Säure enthalten. Sie wurdezuerst 1833 von Robiquet eingehender gekennzeichnet, nachdem sie vorherschon von Seguin, Sertürner u. A. beobachtet worden war. Sie scheidetsich aus sehr konzentrierter wäßriger Lösung mit 1 Mol. Krystallvvasserin kleinen Prismen, aus verdünnterer mit 3 Mol. H 9 0 in großen glän-zenden Krystallen aus, wird bei 100° wasserfrei und löst sich in ca.4 Tln. siedenden Wassers, in ca. 100 Tin. Wasser von gewöhnlicherTemperatur. Mit Ferrisalzen gibt sie eine blutrote Färbung. Für dentierischen Organismus ist sie unschädlich.
Die Mekonsäure ist eine außerordentlich starke Säure, fast ebensostark wie Schwefelsäure; ihre Salze mit den alkalischen Erdmetallen sindschwer löslich. Sie erweist sich als Oxy-dicarbonsäure dadurch, daß siebei der Esterinzierung mit Alkohol und Salzsäure einen Diäthylesterliefert, der noch phenolische Eigenschaften besitzt und als Silbersalzdurch Äthyljodid in ein Eisenchlorid nicht mehr färbendes Triäthyl-Derivat (Äthyläther-mekonsäurediäthylester, farblose Prismen vom Schmelz-punkt 61°) übergeht. Ihr konstitutioneller Zusammenhang mit der Cheli-donsäure ergibt sich daraus, daß sie beim anhaltenden Kochen mitWasser unter Abspaltung von Kohlendioxyd in Komensäure übergeführtwird, die sich gemäß Formelreihe U (S. 716) in Komansäure — die auchaus Chelidonsäure erhältliche Monocarbonsäure des y-Pyrons — ver-wandeln läßt. Peratoner bewies die Stellung des Hydroxyls und derbeiden Carboxyle, indem er das Triäthyl-Derivat durch Kochen mitBarytwasser in Acetol-äthyläther (vgl. Bd. I, Tl. II, S. 896) und zwei Mol.Oxalsäure spaltete [vgl. über analoge Spaltungen S. 711 (Gleichung N),S. 716 (S)]: "
HCCO-C-OCjHs H 3 C-CO-CrL-OC 2 H 5
aH 5 0-CO-C-0-C-CO-OC 2 H- HO ä C-C0 2 H H0 2 C-C0 2 H '
(Y)
Neuerdings wird indessen für die Mekonsäure aeyclische Struktur[H0 2 CC(OH) 3 .CH 3 -CO-CH(OH)-C(OH) 2 .C0 2 H] in Betracht gezogen 1 , weilsie durch katalytische Eeduktron in eine Tetraoxy-pimelinsäure über-geht, während Komensäure unter den gleichen Bedingungen nicht Auf-spaltung des Pyron-Rings erleidet.
Der Komensäure 5 , die durch Abspaltung eines Carboxyls aus der Mekonsäurehervorgeht, kommt eine der folgenden Formeln (bzw. desmotropen Keto-Pormeln):
1 Borsohe, B. 49, 253S (1916).
2 EoBiftüET. A. 5, 95 (1833). — Liebig, A. 26, 116 (1838). — Stenhouse, A. 51,237 (1844). — How, A. 80, 65 (1851). J. 1855, 494. — v. Kokff, A. 138, 195(1866). — Drechsel, Möller, J. pr. [2] 17, 163 (1878). — Reibstein, J. pr. [2] 24,276 (1881). — Ost, J. pr. [2] 27, 264, 293 (1883); 29, 57 (1884). — Odern heimer,B. 17, 2087 (1881). — Peratoner, Leoni, G. 24,11, 75 (1894). — Peratoner, Leo-nardi, G. 30, 1, 55G, 5G2 (1900). — Tortorici, G. 30,11, 16 (1900). — Tajiburello,G. 33,11, 264(1903). — Tüschnow-Philippofp, A. Pth. 51, 185 (1904). — H. Meyer,