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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Pikrotoxin.

Digitilisatum Bürger wird aus Digitalisblättern erhalten: 1 gdavon soll 0,7 mg Kohdigitoxin bzw. 0,2 g Fol, Digitalis entsprechen.

Digipoeratum von Knoll und CO, ein aus Digitalisblättern her-gestelltes, pulverförmiges Extrakt, soll alle wirksamen Bestandteile derDroge, befreit von den schädlichen, die Magenfunktionen störenden,enthalten.

Digitaliol ist ein Gemisch von Digitalispulver mit Od.

Digitonin, [C 27 H 4 , ; 0 14 + 5H 2 0] 2 , und Digitalin, C 35 H O u , sind dieHauptbestandteile des deutschen Digitalins. Ersteres stellt farbloseNadeln oder weisse, warzenförmige Gebilde dar, in Wasser nicht klarlöslich, jedoch in Alkohol. Beim Erwärmen in alkoholischer Lösungmit Salzsäure wird es in Traubenzucker, Galaktose und Digitogenin,C 15 H 24 O a , gespalten.

Digitalin s. Digitalinum verum, C 35 H O u , der wirksamste Be-standteil des deutschen Digitalins, ist ein amorphes, weisses, bitter.schmeckendes Pulver, quillt in Wasser auf und löst sich bei gewöhn-licher Temperatur in etwa 1000 T. Wasser und 100 T. 50%igeni Alkohol.Die wässerigen Lösungen schäumen beim Schütteln. Durch heissen90%igen Alkohol werden reichliche Mengen von Digitalin gelöst.Diese Lösung erstarrt beim Erkalten zu einem scheinbar kristalli-nischen Brei. In konzentrierter Schwefelsäure löst sich Digitalin mitorangegelber, rasch in Blutrot übergehender Farbe. Schmelzpunktgegen 217°. Beim Erhitzen mit Alkohol und Salzsäure wird es inDigitaligenin, C2 2 H 80 O 3 , Traubenzucker und Digitalose, C 7 H 14 0 6 , ge-spalten. Beim Erhitzen auf dem Platinblech (0,1 g) soll es bis aufeinen unwägbaren Rückstand verbrennen.

Pikrotoxin, Picrotoxinen, C 30 H 34 O 13 , ist der wirksame Bestand-teil der Kokkelskörner, der Früchte von Menispermum Cocculus. Farb-lose, bei 199 bis 200° schmelzende Nadeln, geruchlos, von neutralerReaktion, intensiv bitterem Geschmack und giftiger Wirkung auf denOrganismus. In kaltem Wasser ziemlich schwer löslich, leicht degegenin kochendem Wasser und Alkohol. Die alkoholische Pikrotoxin-lösung ist linksdrehend. Beim wiederholten anhaltenden Kochen mitBenzol zerfällt das Pikrotoxinin in Pikrotoxinin und Pikrotin.

Pikrotoxinin, C lf) H in O, ; , bildet mit 1 Mol. Wasser farblose, bei200 bis 201° schmelzende, stark giftig wirkende, in Wasser schwerlösliche Tafeln, linksdrehend, während Pikrotin, C 15 H 1H 0 7 , feine weisse,bei 240 bis 245° schmelzende, nicht giftige, in Wasser schwer löslicheNadeln darstellt.

Cotoln, Benzogl-Methglphloroglucin,

C 14 H 12 0 4 oder C fi H 2 (C 6 H 5 CO)(OCH 3 )(OH) 2 ,kommt neben anderen Stoffen zu etwa l,5°/ 0 in der echten Cotorinde

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