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Toxalbumine.
VI. Toxalbumine.
Toxalalbumine sind eiweissartige Stoffe von starker physio-logischer Wirksamkeit. Sie kommen zum Teil im pflanzlichenund tierischen Organismus fertig gebildet vor, zum Teil sind sieStoffwechselprodukte pathogener Mikroorganismen. Im reinenZustande sind sie kaum isoliert, es ist deswegen die chemischeKenntnis derselben zurzeit noch eine sehr lückenhafte. Siesind mehr oder weniger giftig, daher die Bezeichnung „Tox-albumine".
Es gehören hierher u. a. :
Arbin in den Jequiritysamen, ein amorphes, stark asche-haltiges, sehr gütiges Pulver.
Mein, der toxisch wirkende, 2,8 bis 3°/ 0 betragende Be-standteil der Samen von Ricinus comumunis.
('rotin, das in den Samen von Croton tiglium enthaltenestark giftige Toxalbumin.
Robin, das Toxalbumin der Rinde von Robinia Pseudaeacia.
Lupinoto.rin in den gewissen Lupinensorten.
Ferner das Gift der Schlangen, das Gift der Spinnen, dasGiß gewisser Fische usw.
Auch aus den Reinkulturen pathogener Bakterien werdenToxalbumine erhalten, z. B. das Tuberculin, Tubercultnum -Kochaus Tuberkelbazillen, das Diphterieheilserum (Diphterie-Antitoxin-Behring), Serum antidiphtericum, ausDiphteriekulturen, Tetanus-Heilserum, Serum antitetanicum aus Tetanuskulturen, Anticholerinaus den Cholerabazillen u. a. mehr.
Peptone.
Die Eiweissstoffe gehen unter der Einwirkung des Magen-saftes, der salzsäurehaltigen Lösung des Pepsins, des Pankrea-tins, des Papains und vielleicht noch anderer Fermente bei35 bis 40° in wasserlötliche Produkte, in Peptone über. AlsZwischenglieder zwischen den Eiweissstoffen und den Peptonenentstehen die Albumosen. Die Peptone sind schwefelfrei. Siekönnen sich auch bei der hydrolytischen Zersetzung der Eiweiss-stoffe durch Säuren und Alkalien sowie bei der Fäulnis der-selben bilden.