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Albuminoide.
verdünnten Säuren ist es unlöslich, dagegen wird es von Eisessig, Aetz-alkalien und Ammoniak gelöst. Beim Erhitzen mit Wasser auf 150"in geschlossenen Röhren zerfällt das Keratin unter Abspaltung vonSchwefelwasserstoff und Mercaptan in wasserlösliche, albumoseartigeVerbindungen (Atmidkeratin und Atmidkeratose). An Wasser, Alkohol,Aether. verdünnte Säuren und wässerige, mit Salzsäure angesäuertePepsinlösung soll das Keratin nichts abgeben. Nach 24 stündigemDig'erieren mit 15 T. 96%iger Essigsäure oder 10%iger Ammoniak-lösung soll es nicht mehr als 3°/ 0 Rückstand hinterlassen. Der Aschen-gehalt soll 1% nicht übersteigen.
2. Elastin kommt im Bindegewebe der höheren Tiere,besonders im Nackenbande des Kindes vor. Eine gelbliche, imfeuchten Zustande elastische, getrocknet spröde, in Wasseraufquellende Masse mit nur wenig, ziemlich lose gebundenemSchwefel.
3. Fibroin ist der Hauptbestandteil der Seide und bleibtbeim Auskochen der Rohseide als eine weisse, hornartige Massezurück, die sich ähnlich wie die Zellulose in wässerigem Kupfer-oxyd-Ammoniak löst. Ebenso wird es von kochender Kalilaugeund konz. Säuren gelöst und aus diesen Lösungen durch Wasserwieder unverändert abgeschieden.
4. Spongin bildet das jodhaltige Gerüst des Badeschwammesund ist in seinen Eigenschaften dem Kreatin und Fibroin nahe-stehend-. Jodspongin, C 5B H 87 JS 3 N 10 O 23 , erhalten durch achttägigeMazeration von Badeschwamm mit 38°/ 0 iger Schwefelsäure, istgetrocknet eine braunschwarze, amorphe, sauer reagierende Masse,unlöslich in Wasser, löslich in Ammoniak.
Die amyloide Substanz, welche auch in naher Beziehungzu den Eiweissstoffen zu stehen scheint, findet sich pathologischin verschiedenen Organen (z. B. in der Milz, der Leber, denLungen usw.). Sie ist eine farblose, zerbröckelnde, in verdünntenSäuren und Eisessig unlösliche Masse, die sich mit Jodlösungrötlich und mit konz. Schwefelsäure und Jodlösung violett- bisblau färbt, woher der Name rührt.
V. Enzyme oder angeformte Fermente.
Die in der pflanzlichen oder tierischen Zelle gebildetenEnzyme oder ungeformten Fermente vermögen bestimmte Ver-bindungen zu spalten, und zwar setzen meist schon geringeMengen von Enzymen unter geeigneten Bedingungen ein grossesQuantum der betreffenden Stoffe um, ohne dabei mit denselben