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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Albuminoide.

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oder Oelsäure, Glyzerinphospborsäure, Cholin uud Cerebroside.Letztere sind stickstoffhaltige, aber phosphorfreie Stoffe, welchein den markhaltigen Nervenfasern und als Spaltungsprodukteder Protagone vorkommen.

Protamine sind schwefelfreie Basen, welche mit Säuren gutkristallisierende Salze liefern. Sie kommen an Nucleiusäuregebunden in den reifen Spermatozoon der Fische vor, liefern die/linret-, nicht aber die Mi Hon sehe Reaktion. Es gehören hierheru. a. das Salmin (Protamin), C :u H 155 N 46 0 18 , aus den Spermato-zoon des Lachses, das ('lupetn, aus dem Heringssperma, dasSturin, C Sl -H 6i) N 19 0 1 , aus den Testikeln des Störs gewonnen, dasCjipfiiiiii des Spermas des Karpfens und das Tuberculosamin derTuberkelbazillen.

IV. Albuminoide.

Die Albuminoide, welche an der Bildung der Gewebe destierischen Gerüstes oder der tierischen Haut beteiligt sind, stehenin ihren Zersetzungsprodukten den Eiweisstoffen sehr nahe. Siebesitzen meist eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen die ei-weisslösenden Reagentien. Es werden zu den Albuminoidengerechnet: das Keratin, das Klast'in, das Fibroin usw. Auchdas Collagen und das ('händigen zählt man häufig zu den Albu-minoiden.

1. Keratin, Hornstoff ist die Grundlage der EpidermiSgebildeoder des Horngewebes der höheren Tiere. Es ist der Hauptbestand-leil der Hufe, Klauen, Krallen, Nägel, Hörner, Haare, Federn,Wolle, des Fischbeins, des Schildpatts usw. Dagegen kommt inden Knochen kein Hornstoff' vor. Das Keratin entsteht durch eineeigentümliche, als Verhornung bezeichnete Umwandlung deseiweisshaltigen Protoplasmas. Werden die vorgenannten hörn-artigen Gegenstände fein gepulvert, nacheinander mit kochendemWasser, Weingeist, Aether und Pepsin Salzsäure behandelt, sohinterbleibt Keratin, welches nicht fault, mit eigenartigem Geruchverbrennt, sich in Ammoniak, Alkalilauge und siedender Essig-säure löst. Der Schwefelgehalt des Keratins ist teilweise solose gebunden, dass sich keratinhaltige Gewebe durch Blei- undSilbersalze unter Bildung von deren Sulfiden (Haarfärbemittel)schwärzen.

Das für »rzneiliehe Zwecke aus geschabten Federspulen gewonneneKeratin ist ein bräunlichgelbes Pulver oder dünne Lamellen, ohne Ge-ruch und Geschmack. Beim Erhitzen entsteht der Geruch nach ver-brennendem Hörn. In den gewöhnlichen Lösungsmitteln, ebenso in