Chelidonin.
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zum Teil an Chelidonsäure gebunden, in dem Kraute, denunreifen Samenkapseln und besonders in der Wurzel vonChelidonium majus. Farblose, glasglänzende, geruchlose, bitter-schmeckende, alkalisch reagierende monokline Tafeln mit 1 Mol.Kristallwasser, welches erst bei 120° vollständig erweicht. Schmelz-punkt i:-56°. In Wasser unlöslich, schwer in Alkohol und Aetherlöslich. Beim Reiben der Chelidoninkristalle im Dunkeln miteinem Glasstab an den Wandungen eines Reagenzglases tritt eineigentümliches Leuchten (Triboluminiszenz) auf. Das Chelidoninist eine tertiäre rechtsdrehende Base, welche durch Kaliumper-manganat in saurer und in alkalischer Lösung vollständig unterBildung von Kohlendioxyd, Ammoniak, Methylamin und Oxal-säure zersetzt wird. Konz. Schwefelsäure löst das Alkaloid zu-nächst mit gelber, dann mit bräunlicher, kirschroter und endlichvioletter Farbe auf.
Stylopin, C 19 H 19 N0 6 , findet sich neben Chelidonin, Protopin,Sanguinarin und Diphillin in der Wurzel von Stylophoron diphyUum.
Farblose, bei 202° schmelzende Nadeln. Linksdrehend.
Diphillin, von bisher unbekannter Zusammensetzung, bildetbei 216° schmelzende Blättchen. Auch in der Wurzel von Stylo-phoron diphyUum sind die Alkaloide, ebenso wie in Chelidoniummajus, vermutlich zum Teil an Chelidonsäure gebunden.
Chelerythrin, C 20 H 17 NO 4 , kommt neben Chelidonin in Cheli-donium majus und in grösserer Menge in der Wurzel von üan-guninaria canademis vor. Farblose, bitter schmeckende, bei203° schmelzende, rhombische Kristalle mit 1 Mol. Kristallalkoliol(C 2 H s OH). Die Kristalle sind in nicht ganz reinem Zustanderosa gefärbl. Rein ist das Chelerythrin in allen Lösungsmitteln,mit Ausnahme von Chloroform, schwer löslich. Die Losungenfluoreszieren blau.
Weitere Chelidoniumalkaloide sind das a-, ß- und [ ?-"° n " } ~chelidonin, alle drei von der Zusammensetzung C 19 H 17 (O.LiW $•Ferner Sanguinarin, C 2u H„N0 4 + H 2 0, welches neben ^ery-thrin, //- und r Homochelidonin und Protopin in der Wurzel vonSanguinaria canademis und auch in der Wurzel von Chelnhnmmmajus vorkommt. Weisse, bei 213<> schmelzende Nadeln, inAlkohol, Essigäther, Chloroform und Aceton etwas leichte lös-lich als das Chelerythrin. Die Lösungen des Sangu.nar.s fluores-zieren blauviolett. Die Lösungen seiner Salze sind blutrotgefärbt,