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Narcei'n.
Narcein, C 23 H 27 N0 8 +3H 2 0.
Das Narcein findet sich zu 0,1 bis 0,4°/ 0 im Opium. Bezüg-lich seiner Konstitution steht es zum Nareotin (s. S. 621) innaher Beziehung. Lange, weisse, glänzende, häutig zu Büschelnvereinigte Nadeln von schwach bitterem Geschmack. GegenPflanzen färben ist es indifferent. Aus Wasser kristallisiert ent-hält es .'! Mol. Kristallwasser, die bei 100° entweichen. Luft-trocken schmilzt es bei 165,2". Bei hoher Temperatur entwickeltes nach Heringslake riechende Dämpfe. In kaltem Wasser löstes sich nur wenig, leichter in kochendem. In kaltem Alkohol,Chloroform und Amylalkohol ist es gleichfalls schwer löslich,leichter jedoch in der Wärme. In Aether, Benzol und Petrol-äther ist es unlöslich. Seine Lösungen sind optisch inaktiv.Durch konzentrierte Schwefelsäure wird Narcein (noch 0,1 mg)mit graublauer Farbe gelöst, die nach längerem Stehen (24 Stun-den), sogleich jedoch beim Erwärmen in Blutrot übergeht. DasNarcei'n wird beschränkt arzneilich angewendet.
Antispasmiii ist eine Doppelrerbindnng von Narcel'nnatrium mitNatriumsalicylal, C 23 H 2( ;NaNO„ L 3C 7 H 5 NaO B , arzneilich empfohlen. Einweissliches, etwas hygroskopisches, in Wasser sehr leicht lösliches Pulvermit etwa 50% Narcei'n.
Lantopin, C 23 H 25 N0 4 , ist ein weisses kristallinisches, kaumin Alkohol, Aether und Benzol, aber ziemlich leicht in Chloro-form lösliches Pulver, geschmacklos und gegen Lackmus indifferent.
Ctnoscopin, (C 22 H 23 N0 7 ' 2 , ist ein inaktives raceniiscb.es Nar-eotin, welches neben anderen Verbindungen beim sechsstündigenErhitzen von Nareotin mit absolutem Alkohol auf 175° entsteht.Aus Alkohol kristallisiert bildet es dünne, bei 228° schmelzendeNadeln, unlöslich in Wasser, schwer löslich in kaltem Alkohol.Es liefert dieselben Spaltungsprodukte wie das Nareotin.
Tritoj>iu, C 42 H- 4 N 2 0 7 , stellt durchsichtige, bei 182 u schmel-zende Prismen dar. leicht löslich in Chloroform, schwer in Aetherund in kaltem Alkohol.
Xauthalin, C 37 H 2fi N 2 0,,(?), ist ein weisses, kristallinisches, bei206° schmelzendes Pulver, welches sich in verdünnten Säurenmit gelber Farbe, löst.
Chelidoniumalkaloide.
ChelHlonin, C So H 19 N0 6 +HjO, kommt vor in der Wurzel vonStylophoron MphyUum, ferner neben ('liclcrijtlirui, a-Homocheh"donin, ß-Homochdidonin und Protopin (s. S. 620), vermutlich