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Corvdaliii.
(Jorydalisalkaloide.
In den Knollen von Corydalis cava sind etwa 5°/ 0 Alka-loide (Corydalin, Dehydrocorydalin, Bulbocapnin, Corycavin,Corycavamin, Corybulbin, Isocorybulbin, Corytubein, Corydin u.a.)enthalten. Von diesen kommt das Corydalin und das Bulbocapninin den Knollen von Corydalis cara in bei weitem grössterMenge vor.
Corydalin, C lg H 15 N(OCH 3 ) 4 , bildet flache, farblose, bei 134bis 135° schmelzende Prismen, leicht in heissem Alkohol und inChloroform löslich. Die Kristalle werden am Licht und bei 100°gelb. Stark rechtsdrehend.
Bulboapuin, C 18 H 13 N(OH) 3 (OCH 3 ), farblose, bei 199° schmel-zende rhombische Kristalle, leicht in Chloroform und in Kalilauge,schwer in Alkohol und in Aether löslich. Kechtsdrehend. DieKristalle färben sich am Licht grünlich.
Chinaalkaloide.
Die Chinarinden sind qualitativ und quantitativ sehr reichan Alkaloiden. Von diesen haben besonders die in den echtenChinarinden enthaltenen Alkaloide: Chinin, Chinidin, Cinchoninund Cinchonidin ein besonderes arzneiliches Interesse.
Chinin, C 19 H 20 N 2 l^^-fSHaO.
Das Chinin kommt neben Cinchonin und anderen Basenals chinagerbsaures und chinasaures Salz in den verschiedenenC'm<7io/ta-Rinden vor, welche einen sehr wechselnden Gehalt anChinin haben. Die alkaloidreichsten südamerikanischen Rindenenthalten meist selten mehr als 5°/ 0 , gewöhnlich nur 2 bis 3°/ 0davon. Das freie Chinin, Chininum purum, wird aus demgenügend gereinigten Chininsulfat gewonnen, welches man ge-wöhnlich direkt aus den Chinarinden darstellt. Das so erhalteneOhininhydrat, C ao H 24 N 2 0 2 + 3 1I 2 0, ist ein weisses, kristallinisches,an der Luft leicht verwitterndes Pulver von alkalischer Reaktionund bitterem Geschmack. Durch Umkristallisation aus ver-dünntem Alkohol oder durch langsames Abkühlen einer bei 100im zugeschmolzenen Rohr gesättigten Lösung von Chinin instarkem Salmiakgeist erhält man es in langen, zarten, seiden-glänzenden Nadeln. Aus einer kochend gesättigten, wässerigenLösung, ebenso aus einer bis zur Kristallhaut eingedampften