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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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Alkaloide,

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leicht löslichen, nicht flüchtigen Alkaloide kann man durch dieSchwerlöslichkeit gewisser Salze oder Doppelsalze derselben(Fällung der Lösungen durch Gerbsäure, Phosphomolybdänsäure,Phosphowolframsäure, Quecksilberjodid- Jodkalium, Wismutjod-Jodkalium usw.) abscheiden.

Eigenschaften: Die sauerstofreien, nur Kohlenstoff, Stick-stoff und Wasserstoff enthaltenden Alkaloide sind in ihrenHauptvertretern bei gewöhnlicher Temperatur wasserhelle, un-zersetzt destillierbare Flüssigkeiten von einem intensiven, charak-teristischen Gerüche (z. B. Nicotin, Coniin). An der Luft ^rbensie sich infolge einer teil weisen Oxydation allmählich gelb bisbraunschwarz. Man kennt bisher nur wenige sauerstoffreiekristallisierbare Alkaloide (das Wrigthin, das Calycanthvn, dasIsocalycanthin und das Ambin).

Die sauerstoflTiaUigen Alkaloide stellen bei gewöhnlicherTemperatur meist gut kristallsierbare, geruchlose Stoffe dar. DurchErhitzen werden sie grösstenteils ersetzt, nur wenige (z. B. Theo-bromin, ('offein, Cytisin) verflüchtigen sich dabei unzersetzt.In Wasser lösen sich die Pflanzenbasen mit Ausnahme weniger(z. B. Cytisin, Colchicin, Physostigmin und Theobromin) schwer,während sie in Alkohol ohne Ausnahme löslich sind. Aether vermagmanche Alkaloide (z. B. Morphin) gar nicht oder doch nur ingeringer Menge zu lösen. Dagegen werden sie m reichlicneiMenge von Chloroform, Amylalkohol. Essigäther und benzoi,weniger von Petroläther und Schwefelkohlenstoff gelost, vieReaktion der Lösungen der Alkaloide gegen Lackmuslosung iseine stärker oder schwächer alkalische, während Phenolpntaiemeist nicht gerötet wird. Der Geschmack der Alkaloide ist einintensiv bitterer. Sie sind mit wenigen Ausnahmen (z. B. nper ,Harmalin, Berberin) als freie Basen ungefärbt. Die L °s un £meisten Alkaloide lenkt zum Unterschied von den kunstncndargestellten Basen (Amin-, Pyridin- und Chinolinbaseu), welchesämtlich ein optisch inaktives Verhalten zeigen, die u B 1 ^ gU °5 debene des polarisierten Lichtes stärker oder schwacher,nach rechts, bald nach links, ab. ,^, 1 al >i>

Wie das Ammoniak und die Aminbasen so verbindenjW»auch die Alkaloide mit Säuren, ohne Abspaltung von Wasser,direkt zu Salzen, z. B. :

HCl = C 6 H 17 N,HC1

C S HN

17'

ConiinAlkaloide zeigen

salzsaures Coniin.schwächer basische

Die Alkaloide zeigen scnwacnci »«»-----Eigensi

als die Ltnden und Sleusauren Alkalien, ah.dasund die ätzenden alkalischen Erden, dagegen häufig stärkere als