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Alkaloide.
die Hydroxyde der Schwernietalle. Deshalb werden die Alka-loidsalze durch die ersteren Verbindungen unter Abscheidungder freien Basen zerlegt, z. B.:
C 21 H a2 N 2 0 2 , HCl + KOH = KCl -|- H 2 0 + C 21 H 22 N 2 0 2salzsaures Strychnin Strychnin.
Zum Unterschiede von den freien Basen lösen sich dieAlkaloidsalze meist leicht in Wasser, dagegen sind sie in Benzol,Aether, Chloroform und Amylalkohol schwer oder unlöslich.Die meisten Alkaloidsalze werden durch Alkohol, namentlich inder Wärme gelöst. Die salzsauren Salze der Alkaloide liefernmit Platin- und Goldchlorid schwer lösliche, meist gut kristalli-sierbare Doppelverbindungen, z. B.:
Coniinplatinchlorid, (C 8 H 17 N, HC1) 2 + PtCl 4 .
Auch die Chloride und Jodide des Quecksilbers, Wismuts,Zinks und Cadmiums geben mit den Alkaloiden schwer lösliche,mehr oder weniger charakteristische Doppelsalze. Aehnlich ver-halten sich die Gerbsäure, die Phosphomolybdänsäure, die Phos-phowolframsäure und die Pikrinsäure, welche fast alle Alkaloide,selbst in den verdünntesten Lösungen, in Form von in Wasserund verdünnten Säuren nahezu unlöslichen Salzen abscheiden,so dass die Lösungen der obigen Agenzien vorteilhaft zur Er-kennung und zum qualitativen Nachweis der Pflanzenbasenverwendet werden (allgemeine AlkalouLreagenzien).
Verschiedene Alkaloide werden durch konz. Schwefelsäureintensiv und charakteristisch gefärbt. Aennliche Farbenerschei-nungen entstehen auch durch Schwefelsäure, wenn dieselbe zu-vor mit einer geringen Menge Salpetersäure, Ammoniummolyb-dat, Ammoniumvandanat sowie mit Formaldehyd versetzt war.Auch kalte konz. Salpetersäure ruft bei einigen Alkaloidencharakteristische Farbenerscheinungen hervor.
Durch konz. Salzsäure wird bei den Alkaloiden in derWärme bisweilen eine Abspaltung von Wasser (z. B bei Mor-phin und Codein) bewirkt, manchmal zerlegt die konz. Salzsäureaber auch die Alkaloide durch hydrolytische Spaltung in ein-fachere, kohlenstoffärmere Basen und in stickstoffreie Verbin-dungen (Säuren), z. B. Cocain, Hyocyamin.
Trockene Destillation mit Kalihydrat zersetzt die Alkaloidein tiefgreifender Weise. Der Stickstoff der Alkaloide entweichtdabei als Ammoniak, Methylamin, manchmal auch als Trimethyl-amin; nicht selten entstehen hierbei auch Pyrrol, Pyrrolidinsowie Pyridin- und Chinolinbasen unter den Zersetzungsprodukten.
Durch Oxydation mittels Kaliumpermanganat oder Ghromsäureentstehen aus mehreren Alkaloiden Pyridincarbonsäuren (s. dort).